Januar: Nix los an der Nordsee

Januar: Nix los an der Nordsee
Schillig, 14. Januar 2019

Strandwachturm am Strand von Schillig

Ich bin noch immer für die Ausbildung zum Meditationskursleiter an der ostfriesischen Nordseeküste bei Horumersiel. Die Ausbildung lässt nur wenig Freizeit, doch die nutze ich gelegentlich für einen kurzen Abstecher mit dem Fahrrad ans Meer.

Jetzt, im Januar, ist in den Ferienorten wie Horumersiel und Schillig einfach Mal gar nichts los. Viele Geschäfte haben geschlossen, die großen Campingplätze am Meer sind geräumt und in den Dünen tummeln sich nur einige Einheimische mit ihren Hunden und wenige Touristen.

Sogar mein Freund, der Wattführer Wolfgang Gedat, hat sich nach Teneriffa verdrückt.

Es ist aber auch ein Schietwetter, das kann man nicht anders sagen. Entweder es regnet wie aus Kübeln oder es stürmt. Vorzugsweise auch beides gleichzeitig. Da freut man sich natürlich besonders über die wenigen Momente, wo es einmal trocken bleibt oder vielleicht sogar die Sonne hinter den grauen Winterwolken hervorlugt.

( MITI )

Dumm in die Betonröhre geschaut

Dumm in die Betonröhre geschaut
Horumersiel, 6. Januar 2019

Sonnenaufgang über dem Yoga-Raum im Yoga-Vidya Ashram Nordsee

Ich bin für zwei Wochen mit dem Womo zur Ausbildung als Meditationskursleiter in den Yoga Vidya Ashram Nordsee nach Horumersiel gereist.

Gleich am ersten Abend habe ich ziemlich dumm in die Röhre geschaut, als ich auf dem stockdunkelen Außengelände gegen den vorderen Rand eines 70 cm hohes und ein Meter breiten Segments einer auf dem Boden liegenden Betonröhre gelaufen bin.

Durch den Schwung bin ich nach vorne über die Röhre gekippt und mit dem Gesicht voll auf dem scharfkantigen hinteren Rand des Betonteils aufgeschlagen.

Abgesehen davon, dass ich das ganze Desaster überhaupt nicht habe kommen sehen, konnte ich mich in der Dunkelheit und ohne Sicht auch gar nicht abstützen und gegen den Fall wehren. Ich habe dadurch stark blutende Schürfwunden im Gesicht, an den Händen und an den Knien davon getragen.

Das war natürlich ein gelungener Start in zwei anstrengende Seminarwochen. Aber immerhin habe ich auf diese Weise viele neue Leute im Ashram kennen gelernt, weil ich natürlich dauernd gefragt wurde, warum ich mit so vielen Pflastern im Gesicht rumlaufe ….

( MITI )

Rückschau auf das Jahr 2018

Wir stehen oben auf dem Gipfel ganz in der Nähe des Astenturms

Ja, jetzt ist es wieder soweit, Rückschau zu halten. Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende entgegen. In wenigen Stunden ist es vorbei.

In den letzten zwölf Monaten bin ich vergleichsweise wenig gejoggt, dafür aber wieder sehr viel gewandert. Praktisch jeden zweiten Tag. 2.359 Kilometer habe ich mit Doxi zurückgelegt und mehr als 32.000 Höhenmeter überwunden. Viele neue Orte und Regionen habe wir dabei kennengelernt. Rund 250 Blog-Beiträge sind auf diesen Reisen entstanden.

Und ich habe sehr viel Yoga praktiziert, mehr als 200 Mal lag ich auf meiner Matte. Zum Ende des Jahres habe ich dann noch die ersten drei Wochen der vierwöchigen Yogalehrer-Intensiv-Ausbildung absolviert. Das war für mich mit Abstand das intensivste Erlebnis der letzten zehn Jahre.

Wieder einmal sind leider zwei Hunde aus unserer Zucht verstorben. Vom A-Wurf sind jetzt nur noch zwei Hunde übrig. Aber wir sind sicher, sie alle hatten und haben ein wunderbares Hundeleben.

Hier eine Übersicht unserer schönsten Womo-Touren in diesem Jahr:

  • April: Taunus / Rheingau
  • Mai: Sauerland und Thüringen
  • Juni: Mittelrhein
  • Juli: Ostfriesland und Münsterland
  • September: Pfaffenwinkel und Chiemgau

Alle Reiseberichte von unseren Womo-Touren gibt es hier. Und eine Übersicht unserer schönsten Wanderungen findet Ihr hier.

( MITI )

Im NSG Berghofer Holz

Im NSG Berghofer Holz
Bochum-Harpen, 29. Dezember 2018

Feuchtgebiet im NSG Ölbachtal

Gestern waren wir bei wunderschönem Winterwetter mit der gesamten Familie wandern, heute ist es total grau und nebelverhangen. Kein Wunder, dass da niemand mitkommen möchte. Also bin ich allein mit Doxi unterwegs.

Unser Ziel sind die renaturierten Industrieflächen der Großzechen im Städtedreieck zwischen Bochum, Castrop-Rauxel und Dortmund. Wir starten am Naturschutzgebiet Berghofer Holz und folgen der Wandermarkierung B bis zum Fuß renaturierter Halden am alten Gerther Mühlenbach.

Durch leicht hügelige Feldfluren geht es zum Langeloher Wald und dahinter in Richtung Bövinghausen. Viele Hundehalter sind hier unterwegs, denn in den angrenzenden Städten gibt es offensichtlich nicht so viele Auslaufflächen mit ausgedehnter Natur.

Wir folgen dem Harpener Bach durch ein kleines Wäldchen und laufen anschließend nach Werne. Dort beginnt unser Rückweg, auf dem wir ein altes Zehchengelände kreuzen, das längst von der Natur zurückerobert wurde. Dabei begegnen wir auch endlich einem eisernen Förderturm, der bei einer Wanderung im Ruhrgebiet natürlich nicht fehlen darf.

Anaschließend laufen wir in Richtung des Harpener Hellwegs und erreichen nach rund viereinhalb Stunden und 17 Wanderkilometern wieder unseren Startpunkt. Ich bin ein wenig durchgefroren, doch das war eine schöne Wanderung mit einem interessanten Mix aus Streckenabschnitten in der Natur und den angrenzenden Stadtteilen von Bochum, Castrop-Rauxel und Dortmund.

( MITI )

Rund um den Bürvenicher Berg

Rund um den Bürvenicher Berg
Bürvenich, 28. Dezember 2018

Ausblick vom Bürvenicher Berg in die hügelige Landschaft der Voreifel

Vier Tage nach Weihnachten. Heute ist Familienwandern angesagt, und was für ein Glück wir haben: Endlich scheint mal wieder so richtig die Sonne. Passend dazu habe ich eine Tour mit geringem Waldanteil herausgesucht. Es geht durch die hügelige Landschaft der Voreifel am Ortsrand von Bürvenich, das zur Stadt Zülpich gehört.

Am Startpunkt am Geopfad oberhalb von Bürvenich eröffnet sich uns ein wunderbarer Panoramablick in die Zülpicher Börde und Richtung Ville. Wir durchqueren zunächst das Naturschutzgebiet am Bürvenicher Berg, lassen das Gipfelkreuz hinter uns, steigen hinunter zum Bergbach und laufen auf Feldwegen, bis wir den alten Römerweg erreichen.

Wir folgen einem Hohlweg und gelangen bald zur „Mathias Stele“ zwischen den Orten Floisdorf, Schwerfen und Eicks, die den verstorbenen Pilgern auf dem Jakobsweg gewidmet ist. Auch hier haben wir wieder einen grandiosen Blick in die Zülpicher Börde.

Weiter geht es über die alte Römerstraße in Richtung Eicks. Wir kommen an der alten Eickser Mühle vorbei und wandern parallel zum Rotbach bis zum Wasserschloss Eicks. Danach geht es in nordwestlicher Richtung wieder aus Eicks hinaus, bis wir den Mehlenbach überqueren und diesem auf einem langgestreckten Feldweg durch das Wasserschutzgebiet folgen.

Bergan geht es dann in nördlicher Richtung bis zum Ort Berg und von dort erneut hinauf zum Naturschutzgebiet am Bürvenicher Berg. Nach vier Stunden erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt am Waldrand. So viel Sonne haben wir lange nicht mehr getankt. Herrlich!

( MITI )

Von Krefeld-Linn nach Lank-Latum

Burg Linn

Weihnachten ist vorüber. Drei Tage „futtern bis der Bauch platzt“ wollen wieder abtrainiert werden. Fangen wir mal mit einer 14-Kilometer-Wanderung am Südrand von Krefeld an.

Wir starten an der schönen Burg Linn und laufen am Stratumer Buschgraben entlang in den bewaldeten Latumer Bruch. Dann folgen wir dem Bursbach in Richtung Lank-Latum.

Es geht durch den Ort und dahinter durch Feldflächen zum Hundepark Krefeld, der heute allerdings geschlossen ist. Wir erreichen das Industriegebiet am Krefelder Hafen und lassen das große Krefelder Hafenbecken rechts liegen.

Wir durchqueren Gellep-Stratum und dahinter den Römersee, an dem zahlreiche Zeugnisse römischer Besiedlung in dieser Region gefunden wurden.  Dann wenden wir uns dem Linner Mühlenbach zu, der uns in den schönen Greiffenhorstpark führt. Der Park knüpft an das historische Zentrum von Krefeld-Linn an, das wir durchqueren und dann wieder unseren Startpunkt an der Burg Linn erreichen.

Vier Stunden waren wir auf dieser Strecke unterwegs. Das erste Stück Weihnachtskuchen haben wir damit bestimmt schon wieder abtrainiert. Könnten wir ja eigentlich gleich das nächste Stück nachschieben 🙂

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Heiligabend in Wesseling

Heiligabend in Wesseling
Wesseling, 22. Dezember 2018

Doxi am Fähranleger in Wesseling

Was, schon wieder Heiligabend? Das gibt’s doch gar nicht. Nachdem ich Jutta am Mittag zum Weihnachtsmarkt in ihrer Heimatstadt Brühl gebracht habe, fahre ich mit Doxi weiter zum Rhein bei Wesseling.

Wesseling liegt am linken Rheinufer und grenzt unmittelbar an den Süden der Stadt Köln. Drei Chemiewerke und eine Erdölraffinerie machen die Stadt zu einem bedeutenden Standort der internationalen Petrochemieindustrie.

Wir starten unseren Spaziergang an der katholischen Pfarrkirche St. Germanus und erreichen gleich dahinter die Uferpromenade. Bei schönem Sonnenschein laufen wir eine Stunde lang auf dem Rheinuferweg in Richtung Bonn. Anschließend geht es zurück zur Kirche und wieder nach Brühl, wo wir Jutta vom Weihnachtsmarkt abholen. So starten wir ganz entspannt in das Festprogramm des Heiligen Abends.

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Doxi ist wieder heiß

Doxi ist wieder heiß
Büttgen, 6. Dezember 2018

Upps, was ist das denn?

Wir warten schon eine ganze Weile darauf, nun ist Doxi wieder heiß. Hat sich ganz schön Zeit gelassen, die Gute. Aber man konnte schon merken, wie sich die Hitze langsam aufbaut: Das vermehrte Schnuppern an Hauswänden und anderen Stellen, wo Rüden gerne ihr Urin hinterlassen. Und das Gequietsche, wenn wir bei einigen Rüden am Gartenzaun vorbeikamen. Jetzt müssen wir 14 Tage gut aufpassen, bis sich die Hysterie wieder gelegt hat.

  1. Hitze: 15. Juni 2014
  2. Hitze: 16. Februar 2015 (246 Tage Abstand)
  3. Hitze: 30. Dezember 2015 (317 Tage Abstand)
  4. Hitze: 28. September 2016 (273 Tage Abstand)
  5. Hitze: 08. August 2017 (314 Tage Abstand)
  6. Hitze: 17. März 2018 (221 Tage Abstand)
  7. Hitze: 6. Dezember 2018 (264 Tage Abstand)
( MITI )

13: ein stolzes Alter

13 Jahre ist das nun schon her. Es war der Tag, an dem Angela Merkel Bundeskanzlerin wurde.

Heute vollendet unser A-Wurf aus dem Jahre 2005 sein dreizehntes Lenbesjahr. Alwin, Aaron, Amelie, Amanda (Afra) und Angie (Aika) weilen bereits im Hundehimmel.

Von Anastasia (Pepper), Adorno (Amigo) und Arik haben wir lange nichts mehr gehört. Wir hoffen, ihr lebt noch, und könnt euren Geburtstag bei guter Gesundheit genießen. Herzliche Grüße an Euch und Eure Besitzer.

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An der Niers bei MG-Neuwerk

An der Niers bei MG-Neuwerk
MG-Neuwerk, 14. November 2018

Was ist das denn für ein lauter Vogel? Ein Flugzeug im Queranflug auf den Flughafen Mönchengladbach hat Doxis Interesse geweckt.

Die Niers ist der größte Fluss am Niederrhein zwischen der Maas im Westen und dem Rhein im Osten. Der 113 km lange Fluss entspringt in der Jülicher Börde im Kreis Heinsberg und mündet kurz hinter der Deutsch-Niederländischen Grenze bei Gennep (NL) in die Maas.

Mit Doxi bin ich heute am Mittellauf der Niers zwischen Mönchengladbach-Neuwerk und Viersen unterwegs. Wir starten unsere 11 km lange Wanderung am P+R-Parkplatz Bettrather Dyk an der Autobahn A52.

Durch den Wald laufen wir auf das große Niers-Klärwerk Cloerbruch und auf die Niers zu. Dann geht es flußabwärts in Richtung Norden durch das Naturschutzgebiet Niersbruch.

Dahinter passieren wir die Kreisgrenze zu Viersen und laufen in den Rintger Bruch. Das Naturschutzgebiet wird von zahlreichen kleinen Kanälen durchzogen, die der Entwässerung der feuchten Landschaft dienen.

Am Ende des Rintger Bruchs drehen wir um und laufen nun durch offene Feldflächen zurück in den Wald am Bettrather Dyk. Nach zweieinhalb Stunden erreichen wir schließlich wieder unseren Startplatz an der Autobahn A52. Eine kleine, aber feine Wanderung, gerade einmal 15 km von unserem Zuhause entfernt.

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Im Schlosspark Benrath

Im Schlosspark Benrath
Düsseldorf-Benrath, 12. November 2018

Skultpuren auf der Rückseite von Schloss Benrath

Seit drei Tagen regnet es bei uns im Rheinland endlich mal wieder. Das war auch bitter nötig. Eine kurze Regenpause am Vormittag nutze ich heute für einen Rheinspaziergang mit Doxi.

Wir sind am Rheinbogen in Düseldorf-Benrath unterwegs. Es ist für den November so außergewöhnlich warm, dass ich meine Jacke ausziehe und im T-Shirt am Rheinufer entlang schlendere.

Gleich neben dem Rhein liegt das zwischen 1755 und 1773 im Auftrag des Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz errichtete Barockschloss Benrath. Das denkmalgeschützte Ensemble von Lustschloss, Jagdpark, Weihern und Kanalsystem gilt als bedeutendes architektonisches Gesamtkunstwerk von Düsseldorf.

Der große Park mit seinen sternförmigen Sichtachsen ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Doch gerade jetzt, wo Buchen, Akazien und Gingkos ihr herbstlich-buntes Farbenspiel präsentieren, macht die Parklandschaft besonders viel her. Ein Traum in Gelb, Orange und Rot.

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Durch den Kölner Königsforst

Durch den Kölner Königsforst
Köln-Königsforst, 11. November 2018

Auf dem so genannten „Rennpfad“ im Königsforst

Heute ist der Eflte-Elfte, der Beginn der Karnevalssaison. Nachdem ich meinen Schatz am Morgen in voller Kostümierung in der Kölner Innenstadt abgeladen habe, fahre ich mit Doxi in den Königsforst, einem großen Naherholungsgebiet am Ostrand von Köln.

Der 25 Quadratkilometer umfassende Mischwald berührt das Gebiet der Städte Köln, Bergisch Gladbach und Rösrath. Die Grenze des Kölner Stadtgebiets läuft durch ihn hindurch. Auf dieser Grenze liegt auch Kölns höchster Punkt, der „Monte Troodelöh“ mit einer Höhe von 118 m ü.N.N.

Auf der 13 Kilometer langen Wanderung durch den herbstlich bunten Wald kommen wir auch an diesem Punkt vorbei. Darüber hinaus passieren wir den heute nicht mehr existierenden Bahnhof Forsbach an der 1961 stillgelegten und später abgebauten Bahnstrecke von Köln-Mülheim nach Lindlar. Später erreichen wir Haus Forsbach, ein beliebtes Ausflugslokal am Waldrand.

Im Könifgsforst sind an diesem Sonntagvormittag viele Radfahrer, Jogger und Spaziergänger unterwegs. Die Tour führt uns jedoch immer wieder über wenig begangene Forstwege, wo wir die Ausblicke in den bunten Herbstwald ungestört genießen können. Dreieinhalb Stunden sind wir auf diese Weise im Wald unterwegs und erreichen unseren Start- und Zielpunkt just, als sich der angekündigte Regen einstellt. Na, das hat doch perfekt gepasst.

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Von Wevelinghoven in den Bend

Von Wevelinghoven in den Bend
Grevenbroich, 8. November 2018

Herbstidylle an der Erft mitten in Grevenbroich

Eine äußerst kurzweilige Wanderung habe ich heute an der Erft zwischen Wevelinghoven und Grevenbroich unternommen. Der Startpunkt lag gerade einmal 13 Kilometer von meinem Zuhause entfernt, am Sportplatz von Wevelinghoven. Wieder einmal durfte ich feststellen, dass ich bei uns in der Gegend noch längst nicht jede Ecke kenne – trotz ungezählter Wanderungen und Fahrradtouren in den letzten als 25 Jahren.

Vom Startpunkt ging es direkt zur träge dahinfließenden Erft, in der sich zur Zeit die herbstlich bunten Laubbäume spiegeln. Heute sogar unter einem fast makellos blauen Himmel.

Obwohl der weitere Weg durch Grevenbroich führt, bleiben wir fast die gesamte Zeit im Grünen. Wir laufen durch Parks und Grünflächen, die zur Landesgartenschau 1995 entstanden sind und weiterhin gepflegt werden. So hatte ich die „Schloss-Stadt“ am Rande der großen Braunkohlekraftwerke Frimmersdorf und Neurath noch gar nicht kennen gelernt

Hinter Grevenbroich kommen wir in den Bend, ein Waldgebiet, in dem ein großes Wildgehege mit Rotwild, Schwarzwild, Kühen und Gänsen beheimatet ist. Wir laufen bis kurz vor die Autobahn A540 und folgen dann wieder der Erft zurück in Richtung des Zentrums.

Dabei passieren wir die Wildwasser-Kajak-Strecke an der Erft, das Alte Schloss und die Innenstadt rund um die Kirche. Dann geht es auch schon wieder ins Grüne und an der Erft entlang zurück nach Wevelinghoven, das wir nach zweieinhalb Stunden und elf Wanderkilometern wieder erreichen. So eine schöne Tour, so nah bei uns zu Hause. Die werden wir bestimmt im Winter oder im Frühling noch einmal laufen.

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Die Farben des Herbsts

Die Farben des Herbsts
Wuppertal-Ronsdorf, 7. November 2018

Zur Zeit nur halb gefüllt: Die Gelpetalsperre am Rande von Wuppertal-Ronsdorf

Huch, hier war ich doch schon einmal!? Aus meinem Ordner mit ausgesuchten Wanderungen habe ich für heute eine Tour im Gelpetal bei Wuppertal-Ronsdorf heraus gesucht.

Als wir am Startpunkt eintreffen, habe ich ein Deja-Vu. Ein Blick in mein Internet-Blog bestätigt, dass wir vor zehn Monaten schon einmal auf diesem Wanderparkplatz standen. Allerdings sind wir damals eine ganz andere Tour gelaufen, das wird bereits nach den ersten Schritten klar.

Denn diese Tour heute enthält viele Off-Road-Passagen rund um das Gelpetal. Mal geht es über wenig begangene Trampelpfade, ein anderes Mal komplett durch das Gelände, quer über kleine Bäche und Wiesen am Rande des Waldes.

Im Laubwald leuchten uns die Buchen im starken Licht der Morgensonne goldgelb entgegen. Die Blätter sind zusammen mit ihrer Färbung und Austrocknung auch ein wenig lichtdurchlässiger geworden. Das verstärkt ihr Glänzen zusätzlich. Ganz bezaubernd sieht das aus.

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Von Konzen ins Venn

Von Konzen ins Venn
Konzen, 6. November 2018

Auf schmalen Holzstegen geht es durch die feuchte Moorlandschaft des Venns

Anfang November, und im Hohen Venn südlich von Aachen an der Deutsch-Belgischen-Grenze zeigt das Thermometer zur Mittagszeit 18 Grad an. Wahnsinn! Nur die Gelbfärbung des Venngras und der Rotstich in den Heidesträuchern verrät, dass es Herbst ist und nicht etwa Frühling.

Ich laufe mit Doxi eine 18 Kilometer lange Runde, die bei Konzen an der ehemaligen Strecke der Vennbahn beginnt. Zunächst geht es durch den Wald stetig bergauf bis auf eine Höhe von 658 M.ü.N.N. am Berg Stelling. Wir folgen dem Kaiser-Karl-Weg, der die historische Route des Herrschers von einem karolingischen Königshof in Konzen zur Kaiserkrönung in Aachen nachzeichnet.

Dann geht es auf Holzstegen durch das Nahtsief, eines der zahlreichen Feuchtmoore, die sich in dieser Region mit Waldgebieten abwechseln. Die Stege sind teilweise rutschig und geben auch schon einmal ein wenig nach. Ein Teilstück ist komplett gesperrt, weil der Steg tief in den feuchten Boden eingesunken ist.

Von Konzen ins Venn

Hier wurde 1935 ein Schmuggler von einem belgischen Zöllner erschossen

Die Landschaft wird von offenen Flächen mit Venngras und Heidesträuchern bestimmt, dazwischen immer wieder Birken und andere Laubbäume. An einigen Stellen ist die offene Fläche gezielt abgebrannt worden, um die weitere Ausbreitung von Bäumen zu unterdrücken.

In der Region wurde zwischen den beiden Weltkriegen sehr viel geschmuggelt – Kaffee, Tee und weitere Waren in kleinen Mengen auf dem Rücken der Schmuggler von Belgien ins Deutsche Reich. Wir passieren einen ausgewiesenen Schmugglerpfad und ein Holzkreuz, das an einen 1935 von belgischen Zöllnern erschossenen Schmuggler erinnert.

Mehr als zwei Jahre ist es her, dass wir zuletzt in diesem Bereich des Hohen Venn unterwegs waren. Damals, im Januar, lag noch richtig viel Schnee. Schön ist das, diese Landschaft heute einmal im Herbst zu erleben. Da wirkt sie ganz anders als im tiefen Winter.

( MITI )