Der Tag am See

Kurz vor Sonnenuntergang auf dem Möhnesee

Wieder einmal sind wir am Möhnesee und endlich mal bei strahlendem Badewetter. Noch dazu am längsten Tag des Jahres, denn heute ist Sommersonnenwende.

Ich bin auf der Rückreise von meiner Womo-Wander-Tour durch Kurhessen. Und weil wir in den letzten Tagen so viel gelaufen sind, muss ich einfach mal einen Tag ganz piano machen und meine Füße schonen.

Doxi hat auch nichts dagegen. Sie liegt fast dan gesamten heißen Tag unter dem Wohnmobil im Schatten und schaut sich ganz entspannt an, was um sie herum passiert.

Ich baue gleich nach der Ankunft mein Faltboot auf und gehe im Verlauf des Tages drei Mal auf dem See paddeln: Am Morgen, am Mittag und am Abend. Und zu jeder Tageszeit wirkt der See ein wenig anders.

Zum Nachmittag hin kommen immer mehr Badegäste zum Schwimmen ans Seeufer. Auch ich lasse mir diese Gelgenheit nicht entgehen und schwimme nach dem Paddeln jeweils ein wenig im angenehm kühlen Wasser des Sees. Und anschließend gibt es im Womo ein leckeres Calippo-Eis aus dem Gefrierfach. So lässt sich das heiße Wetter gut aushalten.

( MITI / )

Eine Woche in Kurhessen

Kurz vor der Sommersonnenwende war ich jetzt eine Woche mit Doxi in Nordhessen unterwegs. Zwischen Habichtswald und Werratal sind wir rund 120 Kilometer gewandert, teilweise mehr als 30 Kilometer am Tag.

Wir haben imposante Schlösser und Burgruinen besucht, interessante Städte entdeckt und viel schöne Natur erlebt. Die Tage Ende Juni sind lang und so konnten wir sowohl am Morgen wie auch am Abend jeweils eine vollständige Wanderung unternehmen.

Wir waren in Bad Arolsen, Volkmarsen, Zierenberg, Kassel-Wilhelmshöhe,  Bad Sooden-Allenstadt, Eschwege, Fritzlar und an der ehemaligen innerdeutschen Grenze bei Lindewerra.

Zum Abschluss haben wir noch einen schönen Badetag am Möhnesee eingelegt. Nach den heißen und teilweise dorch rest anstrengenden Wandertagen war das eine echte Wohltat. Alle Beiträge von dieser Tour gibt es hier.

( MITI / )

Bächetour in der Voreifel

Blick über die Eifelhöhen bei Hilberath

Heute sind wir eine schöne Wanderung rund um Hilberath in der Nähe von Rheinbach gelaufen. Auf einem urigen Waldweg ging es von Hilberath zunächst durch dichten Mischwald zum Vischelbach. Von dort wandern wir auf dem Naturfreundeweg hinauf zum winzigen Ort Vischel, kommen an der Kirche und der Burg vorbei, und laufen anschließend entlang des Vischelbachs Richtung Berg.

Auf einer urigen Brücke queren wir den Bach und wandern anschließend über Vennsteige steil bergan zum Naturfreundehaus, einem Schullandheim, in dem an diesem Wochenende ein Kindergarten mit Eltern, Kindern und Betreuern zu Gast ist. Wir durchqueren den Ort Berg und treffen am Ortsrand wieder auf den Naturfreundeweg.

Durch den Wald geht es weiter nach Todenfeld, wo wir einen herrlichen Fernblick hinüber ins Siebengebirge und bis nach Köln genießen. Hinter Todenfeld erreichen wir wieder den schattigen Wald, wo wir einen kleinen Abstecher zu den markanten „Eisensteinen“ und den moosbewachsenen „Grünen Steinen“ unternehmen.

Dann naht auch schon wieder Hilberath, wo wir nach knapp vier Stunden und rund 15 Wanderkilometern unseren Ausgangspunkt erreichen. Mittlerweile nähert sich das Thermometer der 30 Grad Marke. Gut, dass wir ganz früh am Morgen gestartet sind. Das hat sich wirklich gelohnt.

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Auf der Ketscher Rheininsel

Auf der Rheininsel bei Ketsch

Unsere letzte Station an diesem „bewegten“ Tag ist Ketsch, das drei Kilometer westlich von Schwetzingen am Rhein liegt. Der Rhein bildet hier die Grenze zwischen den Bundesländern Rheinland Pfalz und Baden Württemberg.  Auf der anderen Rheinseite liegt wenige Kilometer entfernt Speyer.

Wir stehen mit dem Womo am Freibad von Ketsch unmittelbar am Zugang zur Ketscher Altrheininsel. In der tiefstehenden Abendsonne unternehme ich mit Doxi einen großen Spaziergang durch dieses außergwöhnliche Naturschutzgebiet, das als Folge der Rheinbegradigung durch Tulla ab 1817 entstanden ist.

Dabei wurden etliche Rheinschlingen zwischen Basel und Karlsruhe durchstochen, um den Fluß zu „zähmen“ und für die Schifffahrt nutzbar zu machen. Zurück blieben die teilweise weiterhin mit Wasser gefüllten Altarme des Rheins, die gemeinsam mit der neuen Fahrrinne nun Rheininseln umschlossen.

Das Gebiet der Ketscher Altrheininsel ist Teil des Rheinauenwaldes. Auf ihm befindet sich der größte Bestand der Pflanzenart „Vitis vinifera subsp. Sylvestris“ in Deutschland. Auch einige weitere seltene Pflanzenarten kommen hier vor.

Bei Hochwasser wird das Gebiet regelmäßig überflutet. Eine Hochwassertafel zeigt die Höchststände der letzten einhundertfünfzig Jahre an. Der Auwald ist entsprechend strukturiert, wie eine Infotafel erläutert. Verschiedene Baumarten bewachsen die einzelnen Zonen in Abhängigkeit von der Häufigkeit ihrer Überschwemmung.

Als wir die Insel durchquert haben und den Rhein erreichen, bekomme ich ganz heimische Gefühle. Über mehrere Kilometer laufen wir am großen Strom entlang. In der Ferne ist die mächtige Rheinbrücke zu sehen, auf der die Autobahn A61 den Rhein quert.  Schon oft habe ich mir bei der Fahrt über die Brücke gewünscht, einmal hier am Rhein spazieren zu gehen. Jetzt ist dieser Wunsch Wirklichkeit geworden. Sehr schön!

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Dieser Schlosspark ist eine Wucht

Blick über die Hauptsichtachse zum Schloss Schwetzingen

Heue ist bei uns großer Burgen- und Schlösser-Tag. Nach der Burg Ravensburg und dem Schloss Bruchsal besuchen wir das Schloss Schwetzingen, das vor allem für seinen großen und aufwändig gestalteten Schlosspark berühmt ist, der im 18 Jahrhundert angelegt wurde. Beim Betreten des Parks wundere ich mich ein wenig, dass satte sechs Euro für den Eintritt verlangt werden. Doch dieser Eindruck relativiert sich schnell.

Das Schloss wie es sich heute präsentiert, diente den pfälzischen Kurfürsten Karl Philipp und Karl Theodor als Sommerresidenz. Die Anlage wurde im Jahr 1350 zum ersten Mal als Feste urkundlich erwähnt und im Laufe ihrer Geschichte mehrmals durch Kriege zerstört, wieder aufgebaut und umgestaltet.

Seine heutige Form erhielt das Schloss auf Befehl des Kurfürsten Johann Wilhelm, der in Düsseldorf regierte. Die Gebäude wurde ab dem Jahre 1697 errichtet. Im Jahr 1752 wurde eine Gartenerweiterung auf dem damals rund 70 Hektar großen Areal vorgenommen.

Aus dieser Zeit stammen auch die Zirkelbauten, die das Schloss halbkreisförmig umschließen. Sie wurden für die Hofgesellschaften bei Bällen, Konzerten und Spielen genutzt.

Der riesige Schlossgarten gliedert sich in einen Französischen Garten mit strengen geometrischen Strukturen und Sichtachsen und einen Englischen Garten, der die organischen Formen der Natur betont. Die Anlage beinhalet eine Vielzahl von Skulpturen und Figuren, die zumeist der griechischen Sagenwelt entliehen sind.

Außerdem sind auf dem Gelände eine Reihe von Gebäuden untergebracht, darunter ein Badehaus, Tempel für Merkur, Minerva und Apollo, eine Moschee und ein römisches Wasserkastell.

Ich bin mit Doxi mehr als zweieinhalb Stunden durch den Park gelaufen, habe viele der Skulpturen und Anlagen gesehen, aber sicher nicht alle. Wahnsinn, was dieser Park zu bieten hat. Wirklich eine Traum. Wenn ich in der Nähe leben würde, wäre ich hier sicher regelmäßig zu Gast.

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Am Schloss Bruchsal

Rückseite des Schlosses am Schlosspark (Foto Marius745)

Von der Burg Ravensburg fahren wir weiter in der das 30 Kilometer entfernte Bruchsal. Ich möchte unbedingt das Schloss Bruchsal besuchen, von dem ich schon viele beeindruckende Bilder gesehen habe.

Leider kommen wir von der Rückseite gar nicht richtig an das Schloss heran, da dort an diesem Pfingstwochenende eine Gartenausstellung stattfindet. Doch von der Vorderseite ist der Zugang frei, und da wir früh dran sind, haben wir den Panoramablick auf die prächtige barocke Schlossanlage praktisch für uns allein.

Das Schloss Bruchsal war früher Residenz der Fürstbischöfe von Speyer und wurde ab 1720 als Ersatz für die im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstörte Bischofspfalz errichtet. Es handelt sich im Kern um eine Dreiflügelanlage, deren zentrales Treppenhaus von dem berühten Balthasar Neumann geschaffen wurde.

Sein genialer Entwurf sieht im Herzen des Corps de Logis ein zweiläufiges, vom Kuppelsaal überfangenes Treppenhaus vor, das zu den beiden Festsälen des Schlosses führt. Der Fürstensaal ist der zur Stadt gelegene Festsaal. Der Marmor- oder Kaisersaal liegt in Richtung des Schlossgartens.

Die Schlossanlage umfasst daneben zahlreiche weitere Gebäudeteile, darunter das Damianstor und die Hofkirche. An der Außenfassade des Corps de Logis und der Orangeriebauten fallen die aufwändig aufgemalten Wandvorsprünge im Stilfe der zeitgenössischen Scheinarchitektur auf. Ich bin wirklich beeindruckt. Schön, dass das mit dem Besuch hier geklappt hat.

 

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Die Burg Ravensburg bei Sulfzfeld

Blick zur Burg Ravensburg von der Ortsseite

Früh am Morgen verlassen wir Eppingen und fahren ins fünf Kilometer entfernte Sulzfeld weiter. Von dort steigen wir zur nahegelegenen Burg Ravensburg hinauf. Die weithin sichtbare Burganalge ist der einstige Stammsitz der Freiherren Göler von Ravensburg und zählt zu den bedeutendsten noch erhaltenen Burgen im Kraichgau

Die Höhenburg steht oberhalb des Kohlbachtals, dessen Grund sie um etwa 80 m überragt. Auf drei Seiten ist sie von Weinbergen umgeben, so dass sich ein herrlicher Blick in die Landschaft bietet. Die Weinberge gehörten zum Weingut Burg Ravensburg, das urkundlich seit 1251 belegt ist und damit zu den ältesten deutschen Weingütern zählt.

Die Burgananlage gliedert sich in die eigentliche, von einem mächtigen Graben umgebene, ortsseitig gelegene Kernburg mit Bergfried, Wehrtürmen und Wohngebäuden. Daneben befindet sich die bergseitig gelegene, jüngere Vorburg mit Wirtschaftsgebäuden.

Überragt wird die Anlage von dem 30 Meter hohen Bergfried. Leider ist die Kernburg verschlossen, als wir dort eintreffen, aber auch von außen macht die Anlage einen imposanten Eindruck.

 

( MITI / )