Naturdenkmal Externsteine

Die Externsteine bei Horn-Bad Meinberg

Ja, jetzt habe ich sie endlich einmal live gesehen, die berühmten Externsteine im Teutoburger Wald bei Horn-Bad Meinberg. Die markante Sandstein-Felsformation gilt als eine der herausragenden Natursehenswürdigkeit in Deutschland. Die Felsen werden vom Wiembecketeich und einer parkartigen Anlage umgeben und stehen unter Natur- und Kulturdenkmalschutz.

Bis zu einer Million Menschen besuchen jährlich die Externsteine. Die Herkunft ihres eigenartigen Namens ist nicht eindeutig geklärt. Die heutige Schreibweise „Externsteine“ geht vermutlich auf den Lexikographen Jacob Christoph Iselin zurück. Davor sind  Formen wie „Eggster-„, „Eggester-“ und „Egistersteine“ belegt, die sich auf das umliegende Eggegebirge beziehen, einem Teil des Teutoburger Waldes.

Die Externsteine bestehen aus dem Osning-Sandstein, einem Material das vor rund 110 Mio. Jahren während der Unterkreide in küstennahem Flachwasser am Rande eines großen Meeres abgelagert wurde, Auf der Nordostseite der Felsen nimmt man eine Fülle von Bearbeitungsspuren wahr. Auf der nach Südwesten blickenden Seite sind nur wenige Spuren zu finden.

Zahlreiche Wanderwege erschließen das Gebiet rund um die Externsteine. Mit Doxi unternehme ich eine 7 Km-Wanderung über verschiedene Höhenzüger und Bachtäler in der Umgebung. Dass die Externsteine ein ganz besonderer, herausragender Kraftort sind, habe ich nicht so richtig wahrnehmen können. Aber die Natur hat mir sehr gut gefallen.

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Am Donoper Teich

Doxi im Donoper Teich, Mittelpunkt eines beliebten Naherholungsgebiets bei Detmold

Unsere letzte Station an diesem Tag: Der Donoper Teich in einem vielbesuchten Naturschutzgebiet an der Grenze der Detmolder Ortsteile Hiddesen und Pivitsheide im Teutoburger Wald. Das Gebiet gilt durch seine landschaftliche Vielfalt und Schönheit zu den beliebtesten Ausflugszielen in Lippe. Er wurde um 1625 auf Geheiß von Graf Simon VII. für die Fischzucht aufgestaut und nach seiem Kammerherrn „von Donop“ benannt.

Die ältesten Spuren menschlicher Anwesenheit in diesem Gebiet bilden einige prähistoische Hügelgräber aus der Zeit zwischen 600 und 800 v. Chr.  Die aus Sand und Sandstein errichteten Grabstätten erreichen einen Durchmesser von neun bis 23 Metern. Die verbliebenen Reste der Anlagen geben heute nur noch einen kleinen Eindruck von der ernomen Größe der einst vorhandenen Grabhügelfelder.

Mit Doxi unternehme ich eine schöne Abendwanderung durch das Gebiet, in dem an diesem warmen Frühlingsgtag viele Jogger, Walker, Fahrradfahrer und Spaziergänger unterwegs sind. Heute übernachten wir hier, denn morgen früh wollen wir vom Donoper Teich zu einer Wanderung in Richtung des Herrmanssdenkmal aufbrechen.

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In der Altstadt von Detmold

Am Marktplatz im Herzen der Altstadt

Nach dem Besuch bei den Externsteinen unternehme ich einen Abstecher nach Demtold – und bin total angenehm überrascht: So einen Reichtum an schöner historischer Architektur hatte ich hier, im Osten von Nordrhein-Westfalen, gar nicht erwartet.

Von 1468 bis 1918 war Detmold die Residenzstadt der Herren, Grafen und Fürsten zur Lippe. Danach bis 1947 Hauptstadt des Freistaats Lippe beziehungsweise des Landes Lippe, welches anschließend in das neue Bundesland Nordrhein-Westfalen eingegliedert wurde. Seitdem ist die Stadt Sitz der Bezirksregierung Detmold.

Die historische Altstadt umschließt einen Kreis von rund 500 Metern Durchmesser, dessen Mittelpunkt der Marktplatz bildet.  Da die Stadt im zweiten Weltkrieg nur wenig Schäden davon trug, hat sich ein reichhalter Schatz von rund 350 historischen Bauten aus mehreren Jahrhunderten erhalten: Vom spätmittealterlichen Fachwerk, über Bauten aus Biedermeierzeit (1830–1860) im spätklassizistischen Stil bis zu historisierenden, Bauten aus der Gründerzeit (nach 1875) mit aufwändig dekorierten Fassaden.

Ich bin wirklich total begeistert von diesem „Kleinod“ am Rande des Teutoburger Waldes. Ich glaube, so viele Architekturfotos habe ich selten in einer Stadt aufgenommen.

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Auf der Wewelsburg

Ansicht der Wewelsburg aus dem Tal der Alme (Foto Hobbyphoto283)

Die einzige gut erhaltene Dreiecksburg in Deutschland, ich wollte sie unbedingt mal aus der Nähe sehen. Die Wewelsburg ist ein Bergschloss im Kreis Paderborn und liegt über dem Tal der Alme, Die Höhenburg wurde von 1603 bis 1609  im Stil der Weserrenaissance erbaut.

Von 1934 bis 1945 wurde die Wewelsburg von der SS als „Ordensburg“ genutzt und zu diesem Zweck teilweise umgestaltet. Heute sind in der Wewelsburg das Historische Museum des Hochstifts Paderborn und eine Jugendherberge untergebracht. In einem ehemaligen SS-Wachgebäude auf dem Burgvorhof beifindet sich ein Dokumentationszentrum zur NS-Zeit auf der Burg.

Eine absolutge sehenswerte Anlage, wie ich finde. Leider hatte ich mir den Montag für den Besuch ausgesucht, und da hatten die beiden Museen geschlossen. Muss ich bei Gelegenheit noch einmal wiederkommen.

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Man, ist das ein Turm

Blick vom Lörmecke-Turm über die Gipfel des Hochsauerlands

Ich habe auf meinen Wanderungen ja schon zahlreiche Aussichtstürme bestiegen: Runde, dreieckige und viereckte. Bauten aus Naturstein, Holz oder Stahl. Aber keiner war architektonisch so ansprechend, wie der Lörmecke-Turm im östlichen Arnsberger Wald.

Seit dem Jahr 2008 erhebt sich der Rundturm aus Holz und Stahl südlich von Warstein nahe der Passhöhe Stimmstamm. Über 250 Stufen steigt man rund 35 Meter in die Höhe.

Von oben hat man einen fantastischen Fernblick über die Gipfel des Hochsauerlands im Süden bis hin zur Westfälischen Tiefebene und dem dahinter liegenden Teutoburger Wald im Norden. Ein ganz tolles Erlebnis.

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Ausgezeichnetes Eversberg

Von weitem sichtbar: Die Ruine der Burg Eversberg

Nach unserer Wanderung im Arnsberger Wald rund um den Lörmecke-Turm statten wir dem hübschen Ort Eversberg einen Besuch ab. Die Gemeinde mit knapp 2.000 Einwohnern liegt wenige Kilometer südlich von Warstein auf einem markanten Hügel. Im Jahr 2001 erhielt sie den Titel „Schönstes Dorf Deutschlands“.

Das verdankt sie vor allem den zahlreichen gut erhaltenen und liebevoll gepflegten Fachwerkhäusern in ihrer Altstadt, rund um die Dorfkirche und die Ruine der Burg Eversberg. Wirlich ganz bezaubernd dieser kleine Ort.

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Im Stammhaus von „Warsteiner“

Blick von der „Alten Kirche“ hinunter in die Innenstadt von Warstein

Warstein, damit verbindet man vor allem die gleichnamige Brauerei, größter Arbeitgeber im Ort und prägend für das kulturelle Leben des gesamten Umlands. Entsprechend gespannt waren wir auf unseren Besuch in Warstein und wurden dann ein wenig enttäuscht.

Denn eine besondere Zierde ist der Ort nicht. Anders als in den umliegenden Nachbarorten existiert in Warstein wenig historische Bausubstanz, nachdem die Stadt 1802 bei einem Großbrand fast völlig zertört wurde. In dessen Folge verlegte man den Stadtkern vom bisher besiedelten Stadtberg tiefer ins Tal an den Fluss Wäster..

Aber immerhin konnten wir in der Domschänke, dem Stammhaus der Warsteiner-Brauerei, einkehren. In dem urigen Brauhaus gegenüber der Stadtkirche, in dem vor 270 Jahren die Geschichte der Warsteiner Brauerei begann, waren schon viele bekannte Persönlichkeiten zu Gast, u.a. auch Tina Turner. Hier haben wir lecker gegessen und uns angeregt mit der Bedienung unterhalten, die ebenfalls einen Hovawart besitzt. Das war sehr nett.

( MITI / )