Panoramaweg zum Wasserschloss Ehreshoven

Auffahrt zum Wasserschloss Ehreshoven

Heute waren wir mit meinen Schwiegereltern rund um Ehreshoven bei Engelskirchen im Bergischen Land unterwegs. Weil es über Tag sehr warm werden sollte, starteten wir schon früh am Morgen am beliebten Ausflugslokal „Bergischer Hof“ zu dieser 13 km langen Wanderung.

Gleich am Anfang der Tour boten sich uns herrliche Fernblicke in das Bergische Land, bevor es zum ersten Mal hinunter in das Tal der Agger ging. Wir unterquerten die Autobahn A4 und stiegen auf  der anderen Talseite der Sonne entgegen wieder hinauf auf die Höhen. Von dort konnten wir in der Ferne unseren Startort sehen. Und im Tal blitzte uns das Wasser des Agger-Stausees Ehreshoven entgegen.

Bald schon ging es erneut hinab ins Tal und wieder unter der Autobahn A4 hindurch. An einem idyllischen Ensemble künstlich angelegter Fischteiche legten wir im Schatten eine Rast ein. Kurz darauf erreichten wir das schöne Wasserschloss Ehrenhoven, das u.a. als Stift für adlige Damen und durch den Malteser Hilfsdienst genutzt wird. Vielen Fernsehzuschauern wird es als Kulisse der TV-Serie „Verbotene Liebe“ bekannt sein.

Gleich dahinter überquerten wir am Wasserkraftwerk Ehreshoven auf einer schwankenden Hängebrücke erneut die Agger, nachdem Bellis und Doxi ausgiebig am Aggerwasser gekostet hatten. Nun begann der Schlussanstieg durch schönen Wald zu unserem Startpunkt, den wir nach rund dreieinhalb Stunden erreichten. Dort wartete bereits ein leckeres Mittagessen auf uns, das wir sehr genossen haben.

 

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Der D-Wurf wird vier

Mama Bellis und der D-Wurf

Happy Birthday, lieber D-Wurf, jetzt habt ihr schon das vierte Lebensjahr vollendet. Wie schnell doch die Zeit vergeht, Heute denken wir daran, wie es damals war, bei Eurer Geburt und in den folgenden acht Wochen, als wir so intensiv zusammen waren. Viele Grüße an Euch und Eure Besitzer, liebe Dinah, Debby, Donna, Doxi, Dusty und Dylan.

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Kalkkuppenlandschaft Eschweiler Tal

Im Hintergrund tauchen die ersten Kalkkuppen des Eschweiler Tals auf

Heute waren wir in der Eifel westlich von Bad Münstereifel in einem schönen Waldgebiet unterwegs. Auf den Kammlagen bietet sich dort ein herrlicher Fernblick auf das mehr als 30 km entfernte Köln. Dahinter sind die ersten Erhebungen des Bergischen Landes auf der anderen Rheinseite zu erkennen.

Am Nordrand des Waldes durchzieht der Eschweilerbach vor markanten Kalkkuppen die Landschaft des Eschweiler Tals. Wenige Kilometer weiter mündet der idyllische Bach bei Bad Münstereifel in die Erft.

In den Hanglagen des Eschweiler Tals finden sich Bestände unterschiedlicher wärmeliebender Waldgesellschaften. Die bereits im Mittelalter durch Rodung und extensive Schafbeweidung entstandenen Kalk-Halbtrockenrasen weisen örtlich große Vorkommen seltener Orchideenarten auf. Dazu gehören Biene-Ragwurz, Fliegen-Ragwurz, Manns-Knabenkraut, Purpur-Knabenkraut und Brand-Knabenkraut.,

Eine Besonderheit ist der Speierling, ein in Deutschland sehr seltener Wildobstbaum, dessen Population zu den größten in ganz Nordrhein-Westfalen zählt. Bellis und Doxi bekommen von alledem nur wenig mit. Sie genießen es, durch den Bach zu stapfen und sich an dessem Wasser zu stärken. Und wir erfreuen uns an der Sonne und der schönen Landschaft an diesem entspannten Samstagvormittag.

 

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Kurztripp ins Bergische Land

Tiefer Blick ins Bergische Land

Wir waren in den letzten Jahren so viel in der Eifel unterwegs, aber das Bergische Land haben wir doch ein wenig vernachlässigt. Und das, obwohl viele Wanderziele im Bergischen für uns eigentlich näher liegen als die Eifel.

Ja, wäre da nicht diese uralte psycholgische Grenze, der große Fluss mit Namen Rhein, der die Welt teilt in jene auf der richtigen Seite und die anderen „op de schäl sick“. Und da müssen wir hin, wenn wir ins Bergische wollen.

Jetzt haben wir es endlich Mal geschafft. Drei Tage war ich mit Doxi und dem Wohnmobil im Bergischen in der Gegend rund um Much unterwegs. Wir sind jeden Tag zweimal durch wunderschöne Natur gewandert und haben herrliche Fernblicke ins Bergische und ins Rheinland genossen. Alle Fotos und Beiträge von diesem entspannten Kurztripp bei herrlichem Sommerwetter im Mai gibt es hier.

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Rund um Schloss Linnep

Schloss Linnep von der Wasserseite aus gesehen (Foto Hpunkt.de)

Heute waren wir in einem Naturschutzgebiet zwischen Ratingen-Lintorf und Hösel unterwegs. Vom Wanderparkplatz in Ratingen-Lintorf ging es zunächst entlang des hübschen kleinen Dickelsbaches in Richtung Osten. Dort begegneten wir im Wald einer Gruppe von Männern, die mit ihren Modellautos spazieren gingen. Alle „Fahrer“ starrten konzentriert auf den schmalen Trampelpfad vor sich, um ihr vorausfahrendes Modellauto vom Typ „geländegängiger Pickup“ zu steuern – ein durchaus ungewohnter Anblick :-).

Wenig später passierten wir den Ratinger Waldsee, um kurz vor dem Autobahnkreuz Breitscheid die Autobahn A3 zu unterqueren und über eine schöne Allee auf das Schloss Linnep zuzulaufen.

Das Wasserschloss südsüdöstlich von Breitscheid, dessen Wasserflächen vom Hummelsbach gespeist werden. war einst ein Rittersitz und wurde im Laufe der letzten Jahrhunderte mehrmals umgebaut. Erhalten ist der mehr als 1000 Jahre alte Burgturm im Herzen der Anlage, Südwestlich des Schlosses befindet sich der schlichte Saalbau der 1684 eingesegneten Waldkirche Linnep, einer der ältesten reformierten Kirchenneubauten im Rheinland.

Wir folgten ein Stück weit dem Hummelsbach und drehten schließlich in südliche Richtung ab. Der schön länger zu vernehmende Fluglärm erreichte seinen Höhepunkt, als wir einen Bauernhof direkt neben dem Funkfeuer des Düsseldorfer Flughafens passierten. Die mehrmastige Sendeanlage markiert die Einflugschneise auf die Piste 23. Im Fünzifgsekundentakt donnerten nun die hereinkommenden Flugzeuge genau über uns hinweg. Nur in den kurzen Pausen dazwischen war das intensive Singen der Vögel zu hören.

Bald erreichten wir wieder einen der Zuflüsse des Dickelsbaches und folgten diesem zurück bis zu unserem Startpunkt. Doxi gefiel es, immer wieder im flachen Wasser des Dickelsbaches herzumzutapsen. Und auch wir haben diese schöne naturnahe Wanderung genossen – Fluglärm inklusive.

 

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Eine Woche im Süden der Niederlande

Gerade sind wir von einer wunderbaren Tour mit dem Wohnmobil aus dem Süden der Niederlande zurückgekehrt. Eine Woche waren wir am Wasser unterwegs: Erst in Renesse an der Nordesse, dann an den Flüssen Noord und Merwede, einem der beiden Rheinarme.

Wir haben die endlosen Strände bei Renesse genossen, aber auch die schönen Städte Dordrecht, Gorinchem und Rotterdam. Und wir haben das meistfografierte Motiv der Niederlande besucht: Die 19 Windmühlen am Kinderdijk bei Alblasserdam. Eine Tour, die Appetit gemacht hat auf noch mehr Niederlande und noch mehr Wasser.

Alle Fotos und Beiträge von dieser Tour gibt es hier.

 

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Auf der Zeche Zollern 2/4

Förderturm und Kauerhalle der Zeche Zollern

Eine Zeche als architektonische Perle der Industriekultur – damit hatte ich nicht gerechnet, als ich nach unserer Wanderung rund um den Schleusenpark Waltrop die Zeche Zollern 2/4 im Dortmunder Norden ansteuere. Bereits am Parkplatz fällt mir die liebevolle Gestaltung der Eingangsgebäude und Werktore auf. Und das setzt sich im Inneren der Zechenanlage fort.

Ich habe Glück und komme genau richtig für eine anderthalbstündige, sehr informative Führung durch die Anlage und ihre verschiedenen Dauerausstellungen. Wie ich erfahre, entstand Zollern 2/4 zwischen 1898 und 1904 als Musterzeche der Gelsenkirchener Bergwerks-AG (GBAG) unter dem Einfluss deren Direktors Emil Kirdorf.

Zollern gehört zu den architektonisch bemerkenswertesten Bergwerksanlagen des Ruhrgebietes. Die gotische Backsteinarchitektur mit Elementen des Historismus und des Jugenstils sollte wirtschaftliche Potenz und Modernität zum Ausdruck bringen. Gleiches galt auch für die Technik, von der seinerzeit äußerst fortschrittlichen elektrischen Ausstattung bis hin zu den Duschräumen für die Bergleute.

Hinter dem Zechentor erstreckt sich ein großer baumbestandener Platz. Der vordere Bereich der Tagesanlagen erinnert an eine dreiflügelige barocke Schlossanlage. Das rote Ziegelmauerwerk der Gebäude wird durch Formsteine, Zierverbände und helle Putzfelder aufgelockert.

1899 stieß man bei einer Teufe von 139 m am Schacht 2 auf das Flöz Präsident. In der ersten Stufe wurde der Schacht bis zur 3. Sohle in 282 m Tiefe abgeteuft und später bis zu einer Endteufe von 490 m weiter ausgebaut. Der Schacht 4 wurde im Jahr 1900 bis zur 3. Sohle abgeteuft und diente als Wetterschacht.

Schon Ende der 1920er Jahre gab es Pläne, die Förderung der Schachtanlagen Zollern 1/3, Zollern 2/4, Germania 1/4 und Germania 2/3 zusammenzufassen, was einige Jahre später auch geschah. 1965 musste das Verbundbergwerk Germania/Zollern die Förderung zurücknehmen. Die Schächte Zollern 2/4 wurden Ende der 1960er Jahre mit Beton verfüllt und die Anlage stillgelegt. Eine Bürgerinitiative rettete die Gebäude später vor dem Abriss. Heute ist die mit viel Geld und Liebe zum Detail restaurierte Zecheanalge ein herausragendes Zeugnis der Industriekultur im Ruhrgebiet. Toll, das ich das mal gesehen habe.

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