Auf dem Mechernicher Panoramaweg

Aussichtspunkt „Eifel-Blick“ auf dem Galgennück

Heute waren wir auf einer schönen Wanderung bei Mechernich im Kreis Euskirchen unterwegs. Die 12 Kilometer lange Tour startet am Bergbaumuseum der Bleigrube Günnersdorf und führt an vielen historischen Städten der Bleigewinnung in der Region vorbei.

Die 1957 geschlossene Grube Günnersdorf liegt an einem ca. 60 km langen Streifen von Bleierzvorkommen in der Eifel, den größten in Europa, mit geschätzten 5 Prozent des gesamten weltweiten Vorkommens. In diesem Gebiet wurde einstmals sechs Bleibergwerke betrieben, von denen heute jedoch keines mehr in Betrieb ist.

Wir laufen in südlicher Richtung aus Mechernich hinaus, passieren mehrere Kasernen der Bundeswehr und stoßen im Wald bald auf die Reste des „langen Emil„. Bis zu seiner Sprengung im Jahr 1961 war der 135 Meter hohe Kamin das Wahrzeichen von Mechernich und nach seiner Errichtung im Jahre 1885 lange Zeit der höchste Kamin in Europa. Unterhalb des Kamins wurde in mehreren Rauchkammern Bleierz erhitzt, um den darin enthaltenen Bleistaub zu gewinnen. Über den Kamin wurden die giftigen Abgase in die Atmosphäre entlassen und aufgrund der enormen Höhe großflächig verteilt.

Weiter geht es zum Baltesbendener Weiher, der einst riesige Wassermengen für die Erzwäsche zu liefern hatte. Wir folgen dem Uferverlauf und dem ehemaligen Spülfeld bis zum „Großen Eindicker“, der Teil der Erzaufbereitung war. Das zu Staub vermahlene Erz wurde darin mit Wasser vermengt. Gleichzeitig wurden spezielle Öle und Druckluft hinzugefügt, wodurch die bleihaltigen Anteile an die Oberfläche traten und abgeschöpft werden konnten.

Weiter geht es zum Buchholzer Weiher, dessen Wasser ebenfalls für Erzaufbereitung genutzt wurde. Wir wandern stetig bergauf in Richtung des Bleibergs und biegen dann zum Aussichtspunkt auf dem Pflugberg ab. Auf der offenen Wiesenfläche steht ein großes Windrad, das sich kräftig dreht.

Auch uns bläst der kalte Novemberwind hier kräftig um die Ohren. Dafür werden wir mit einem herrlichen Panoramablick in die Eifellandschaft und die umliegenden Ortschaften belohnt. Auf dem Gipfel steht ein Eisenkreuz gleich neben einem Betonteil eines früheren Westwall-Bunkers.

Weiter geht es nun leicht bergab bis zum Eifel-Blick auf dem Galgennück, wo sich der Blick nach Norden und Osten weitet. Am Waldrand laufen wir an einem Militärgelände vorbei und erreichen nach drei Stunden wieder unseren Startpunkt am Bergbaumuseum. Eine sehr interessante Wanderung, die erahnen lässt, welche enorme wirtschaftliche Bedeutung der Bleibergbau hier hatte und welch große Anstrengungen dafür betrieben wurden.

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Rund um die Halde Hoheward

Blick von der Halde Hoheward zur Halde Hoppenbruch mit dem großen Windrad auf ihrer Spitze. In der Bildmitte im Hintergrund die Schalke-Arena.

Das Ruhrgebiet ist reich gesegnet mit Halden, die aus dem untertage entstandenen Abraum der Zechen aufgeschüttet wurden, und dies hier ist die größte, sogar in ganz Europa: Die Halde Hoheward liegt zwischen den Städten Herten und Recklinghausen und ragt mehr als 150 Meter aus der flachen Landschaft hervor. Sie entstand aus den Schüttungen der Zeche Ewald, der Zeche Recklinghausen II und der Zeche General Blumenthal/Haard. Gemeinsam mit der angrenzenden Halde Hoppenbruch bildet sie den Kern des Landschaftsparks Hoheward.

Hier waren wir heute bei herrlichem Sonnenschein auf einer 14 Kilometer langen Wanderung unterwegs. Wir starten am Fuß der Halde Hoppenbruch und steigen zunächst bis zu dem riesigen Windrad an ihrer Spitze auf. Von dort haben wir einen schönen Blick ins nördliche Ruhrgebiet und hinüber zur Halde Hoheward mit dem markanten Horizont-Observatorium auf ihrer Spitze.

Doch zunächst geht es wieder hinunter und in den Wald am Emscherbruch. Wir laufen zwei Kilometer auf einer ehemaligen Bahntrasse immer geradeaus und umrunden dann den Ewaldsee. Dort begegnen wir zwei französischen Bulldoggen, die es auf Doxi abgesehen haben. Wild keifend nehmen sie Doxi in die Zange. Die beiden Halterinnen schaffen es nicht, die Situation aufzulösen und ihre Hunde an die Leine zu nehmen. Also schreie ich die Beißer in gewohnter Manier an, und das verfehlt seine Wirkung nicht. Der eine zieht sich zurück, der andere läuft gleich panisch weg. Frauchen kommt kaum hinterher. Immer diese kleinen Kläffer …

Am Ausgang des Emscherbruchs erreichen wir die ehemalige Zeche Ewald mit ihren beiden hochaufragenden Fördertürmen. Wir laufen ein Stück durch Hertener Stadtgebiet und erreichen beim Parkschlösschen Katzenbusch den gleichnamigen Volkspark. Hinter dem Park geht es zwischen Feldern und Pferdeweiden hindurch Richtung Recklinghausen-Hochlamark auf die Halde Hoheward zu.

Wir nehmen die steile Himmelstreppe, die geradewegs bis kurz unter die Spitze der Halde führt. Hier erwartet uns ein fantastischer Fernblick, der heute sogar bis zum Düsseldorfer Fernsehturm in 50 Kilometer Entfernung reicht.

Blick auf den Obelisken und dahinter das das Horizont-Observatorium

Auf dem Gipfelplateau wurde 2008 das Horizont-Observatorium errichtet, das eine moderne Version prähistorischer Steinkreise wie Stonehenge darstellen soll. Das Bauwerk besteht aus zwei Bögen mit einem Radius von ca. 45 Meter, die den Himmel in eine Ost- und Westhälfte sowie in Nord- und Südhalbkugel einteilen und bei Sonnenschein als Kalender fungieren. Mit Hilfe verschiedener Peilmarken können der Auf- und Untergang der Sonne u. a. zur Sommer-  und Wintersonnenwende beobachtet werden.

Etwas entfernt erhebt sich auf dem südlichen Plateau ein 8,50 Meter hoher Edelstahl-Obelisk. der seinen Schatten auf eine ebene kreisrunde Fläche wirft. Die Anlage hat das Solarium des römischen Kaisers Augustus zum Vorbild und ermöglicht bei Sonnenschein anhand von Markierungen das Ablesen von Datum und Uhrzeit.

Hinter dem Obelisken steigen wir auf der anderen Seite der Halde in Serpentinen bis zur ehemaligen Zeche Recklinghausen II hinab. Dabei passieren wir die markante Drachenbrücke über die Cranger Straße und laufen anschließend auf den Förderturm der Zeche zu. Durch Parkgelände und entlang einer schönen Fußgängerallee geht es dann zurück zu unserem Startpunkt, den wir nach dreieinhalb Stunden erreichen. Das war wirklich eine tolle Tour, auf der wir noch einmal schön Sonne tanken konnten. Denn die nächsten die Tage sollen sehr regnerisch werden …

 

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Henrichshütte und Hattinger Höhen

Das ehemalige Stahlwerk Henrichshütte, heute ein Industriemuseum

Heute haben wir eine sehr abwechslungsreiche Wanderung im südlichen Ruhrgebiet bei Hattingen unternommen. Die 17 Kilometer lange Tour 15 aus dem Rother Wanderführer „Ruhrgebiet“ startet an der ehemaligen Henrichshütte, die nach ihrer Schließung im Jahre 1987 in ein Museum für Industriekultur umgewandelt wurde.

Wenige hundert Meter weiter stoßen wir auf die Ruhr. Wir folgen dem Ruhrradweg, der parallel zum historischen Leinpfad verläuft, auf dem früher die Schiffe flussaufwärts gezogen („getreidelt“) wurden. Wir jedoch bewegen uns flussabwärts und erreichen beim Landhaus Grum ein großes Wehr, an dem die Ruhr auf ihrer gesamten Breite rund einen halben Meter in die Tiefe stürzt.

Wir passieren die alte Birschel Mühle und kommen in einen naturbelassenen Flussabschnitt, wo Kühe auf den flussnahen Wiesen grasen. Eine kleine Gruppe von Wiederkäuern versperrt uns den Weg. Vorsichtig schleiche ich mit Doxi an ihnen vorbei. Die Gruppe folgt uns schnaufend einige Meter, aber es passiert nichts.

Bald macht die Ruhr einen scharfen Rechtsknick, um der Hügelkette der sogenannten Winzermark auszuweichen. Kurz darauf verlassen wir die Ruhr und beginnen unseren Aufstieg am Rande des Balkhauser Tals hinauf zur Ruine der Isenburg. Die Burg wurde für Arnold von Altena in den Jahren 1193 bis 1199 errichtet, aber bereits 1225 vollständig zerstört.

Wir durchqueren das frühere Burggelände, auf dem der Künstler und Baumeister Josef Custodis im Jahre 1858 ein noch heute existierends Landhaus errichten lies, und folgen ein Stück weit dem Kammweg des Isenbergs, bis wir über Serpentinen wieder in das Tal hinabsteigen und den Hattinger Ortsteil Nierenhof erreichen.

Hinter dem Ort laufen wir parallel zum Wodantal den Hang hinauf, bis wir die Kammhöhe des Hansbergs erreichen. Von dort haben wir einen schönen Blick in die herbstlich bunte Landschaft der Elfringhauser Schweiz.

Wir wandern weiter in Richtung Hattingen, kommen am alten Bismarckturm und am Haus Schulenberg vorbei, und erreichen schließlich die Hattinger Altstadt mit zahlreichen gut erhaltenen Fachwerkhäusern.

Von dort sind es nur noch 1.500 Meter bis zu unserem Start- und Zielpunkt an der ehemaligen Heinrichshütte, den wir nach etwas mehr als vier Stunden wieder erreichen. Leider war der Himmel heut komplett Wolkenverhangen und die Landschaft dadurch sehr grau. Dennoch haben wir die Tour genossen.

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Durch die Saarner Mark

Hinter dem Auberg geht es in die Saarner Mark

Heute waren wir auf einer langen Rundwanderung im waldreichen Gebiet zwischen Ratingen, Essen, Mülheim und Duisburg unterwegs. Die 21km lange Tour startet in Ratingen Breitscheid und führt zunächst in südöstlicher Richtung aus dem Ort hinaus und auf das Schloss Linnep zu. Im Rückblick auf Breitscheid hebt sich eine rote Pyramide markant vom Horizont ab – es ist die katholische St. Christophorus Pfarrkirche.

Wir laufen durch schönen Buchenwald auf Ratingen-Hösel zu und kommen mitten im Wald am östlichen Funkfeuer der Flughafens Düsseldorfs vorbei. In wenigen hundert Meter Höhe donnern nun die Flugzeuge im Anflug auf Düsseldorf über uns hinweg. Nun drehen wir in nördlicher Richtung ab und erreichen nach einer Weile den Ruhrhöhenweg, der uns zum Mintarder Berg führt. Wir laufen parallel zum Ruhrhang in nordwestlicher Richtung und unterqueren die große Autobahnbrücke der A52 über das Ruhrtal.

Als nächstes steuern wir den Auberg an, der bereits zu Mühlheim gehört. Dann geht es in westlicher Richtung in die Saarner Mark hinein. Bald drehen wir nach Südwesten ab und laufen oberhalb des Wambachtals auf einer Kilometer langen Allee auf das Rottbachtal zu. Dahinter passieren wir den Golfclub Mülheim a.d. Ruhr.

Nun geht es in südwestlicher Richtung durch die Lintorfer Mark wieder auf Breitscheid zu, wo wir nach viereinhalb Stunden unseren Startpunkt erreichen. Eine lange Tour, gespickt mit vielen schönen Aussichten in den bunten Herbstwald und die sonnengetränkte Landschaft. Das hat Spaß gemacht.

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In der Zitadelle Jülich

Das Residenzschloss mit der Schlosskapelle im Ostflügel

Nach unserer Wanderung entlang der Rur bei Jülich besuche ich die Zitadelle Jülich, das Wahrzeichen der Stadt. Die Zitadelle war einst Bestandteil der Festung Jülich und gilt heute als eine der am besten erhaltenen Festungen in Deutschland. Sie wurde in den Jahren nach 1545 als Bestandteil einer „idealen Stadt“ im Stile der Renaissance erbaut und ist die älteste Zitadelle nördlich der Alpen. Ihr Baumeister war Alessandro Pasqualini.

Die vierzackige bastionierte Festung hat einem Umfang von rund 1200 Metern und ist umgeben von einem 10 Meter tiefen und 20 bis 30 Meter breiten Graben, der teilweise mit Wasser gefüllt ist. Die Anlage grenzte unmittelbar an die ebenfalls mit einem Befestigungswall gesicherte Stadt Jülich.

Bereits im 4. Jahrhundert n. Chr. befand sich an dieser Stelle ein befestigtes Kastell zum Schutz des strategisch bedeutenden Rurübergangs an der Römerstraße Boulogne – Heerlen – Köln.  Diese Befestigung geriet beim Rückzug der Römer im 5. Jahrhundert in fränkische Hand und wurde zur Keimzelle des Jülichgaus, aus dem später erst die Grafschaft und im 14. Jahrhundert das Herzogtum Jülich hervorgingen.

In der Zitadelle befindet sich heute ein Gymnasium, das die Gebäude des ehemaligen herzoglichen Residenzschlosses mitnutzt. Das Schloss im Stil der italienischen Hochrenaissance wurde mangels geeigneter Steinbrüche in der Umgebung aus Ziegeln gemauert. Die vierflügelige Anlage besaß zwei Etagen, vier Ecktürme, sowie eine Kapelle in der Mitte des Ostflügels. Sie bildete den architektonische Höhepunkt der Anlage. Der damalige Herzog als Bauherr sympathisierte stark mit reformatorischen Ideen. Deshalb könnte die Kapelle der erste evangelische Kirchenbau im gesamten Rheinland gewesen sein.

Die hervorragend erhaltene Anlage leidet heute unter den Grundwasserabsenkungen durch die vielen umliegenden Braunkohle-Tagebaue. Sie haben die Gründung der Festung trocken fallen lassen und erzeugen erhebliche Bergschäden, weil die Zitadelle in weiten Teilen lediglich auf Sand steht, der nun ins Fließen gerät. Eine stetig wachsende Verwerfung läuft von Nordwesten nach Südosten quer durch die Zitadelle. Bereits in den 1980er Jahren musste der Südflügel des Schlosses aufwendig gesichert werden. Der Niveauunterschied zwischen dem westlichen und dem östlichen Teil des Südflügels beträgt inzwischen fast 50 cm.

Bei unserem Besuch werden die Grünanlagen rund um das Residenzschloss für die Ausstellung zahlreicher Stahlstelen des Künstlers Ren Rong genutzt. Der deutsche Künstler chinesischer Herkunft lebt und arbeitet vorwiegend in Bonn und in Peking. Er gilt als einer der international bekanntesten Künstler chinesischer Herkunft der Gegenwart. Die Stelen fügen sich ganz wunderbar in die Anlage ein. Ein tolles Bild!

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Von der Rur zum Haus Overbach

Haus Overbach

Zweiter Testtag für meine neue Wanderregenjacke. Heute sind wir im Regen an der Rur bei Jülich unterwegs. Wir starten am Brückenkopfpark, der nach einer Festungsanlage aus napoleonischer Zeit benannt ist, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtet wurde und die Stadt von Westen her schützen sollte.

Die Anlage befand sich an einer bereits in der Antike bedeutenden Stelle. Hier kreuzte die Römerstraße Boulogne – Heerlen – Köln an einem der wenigen gangbaren Rurübergänge den wilden Fluß und eröffnete damit den Zugang ins Rheinland. Wir wandern in nördlicher Richtung an der Rur entlang und laufen durch die Rurauen, in denen sich der Fluß bei Hochwasser ungestört ausdehnen kann.

Bald passieren wir den kleinen Ort Broich und biegen dahinter in Richtung Westen zum Barmener Baggersee ab, einer ehemaligen Kiesgrube, die heute als Naherholungsgebiet dient. Wir umrunden den See auf ufernahen Pfaden und laufen anschließend auf das Haus Overbach zu, einer früheren Wasserburg im Jülicher Stadtteil Barmen.

Die erste urkundliche Erwähnung von Haus Overbach als Rittersitz datiert aus dem Jahre 1341 in einer Urkunde von Johannes de Overbach. Der Gebäudekomplex ist heute im Besitz der Ordensgemeinschaft der Oblaten des hl. Franz von Sales. Die Gebäude werden als Verwaltungsgebäude des Ordens, als Kloster und auch für ein kirchliches Gymnasium genutzt. Zwei meiner Jugendfreunde haben hier vor 30 Jahren ihren Zivildienst abgeleistet und so lange war ich nicht mehr hier. Ich bin überrascht, so unvermittelt auf die Anlage zu stoßen und bekomme ein wenig nostalgische Gefühle. Damals waren wir noch jung …

Durch schönen Wald geht es auf einem Waldlehrpfad weiter in südöstlicher Richtung nach Jülich-Koslar, das wir entlang eines Baches mit dem schönen Titel „Altdorf-Kirchberg-Koslaer-Mühlenteich“ durchlaufen. Bald erreichen wir die Rurauenstraße, eine prächtige Allee mit alten Kastanien, die uns zurück zu unserem Startpunkt am Brückenkopfpark bringt.

Dreieinhalb Stunden waren wir heute größtenteils im Regen unterwegs und haben 13 Kilometer zurückgelegt.  Unter meiner neuen Jacke plus Regenhose bin ich schön trocken geblieben. So soll es sein 🙂

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Im Dauerregen auf dem Wiedweg

Blick in das Wiedtal von der Weissenfelser Ley

Eigentlich ist es heute viel zu Naß zum wandern. Aber ich möchte unbedingt meine neue atmungsaktive Regenjacke von Odlo ausprobieren.  Nachdem ich Jutta zum Karnevalsauftakt nach Köln gebracht habe, fahre ich weiter in die Nähe von Neustadt-Wied im Westerwald. Bei der schwankenden Hängebrücke über die Wied im kleinen Dorf Oberhoppen startet unsere 13 Kilometer lange Wanderung, die uns zum größten Teil entlang des schönen Wiedwegs führt.

Doch zunächst wandern wir parallel zur Wied in südlicher Richtung stetig bergan in Richtung Strödter Hügel. Dort lichtet sich der Wald und in Ferne erblicken wir den Ort Strödt. Weiter geht es über Wiesenflächen wieder hinein in den Wald auf den schmalen Hügelgrat oberhalb der Wied. Hier ist es eng, rutschig und steil.

Bald steigen wir in Serpentinen bergab in das Anxbachtal. Dort stoßen wir auf den Wiedweg, der uns bis zum Ende der Tour begleiten wird. Der Waldweg folgt zunächst dem Anxbach durch das stille Tal. Wir passieren die Überreste eines ehemaligen Pochwerkes, in dem Steine aus den umliegenden Bergbauschächten mit Hilfe der Wasserkraft zerkleinert wurden, um die wertvollen Erze frei zu legen.

Bald erreichen wir erneut die Wied und queren den Fluß bei einer Ferienhaussiedlung. Am Ende der Siedlung beginnt unser erneuter Aufstieg durch ein Bachtal hinauf zu den Höhen über der Wied. Bei einer Schutzhütte erreichen wir die „Weissenfelser Ley“, die bei schönem Wetter sicher einen traumhaften Blick in das Wiedtal bietet. Heute aber versperren Dunstschwaden die Sicht.

Wir wandern weiter oberhalb des Wiedtals, dann folgen wir dem Wiedweg in Richtung Strauscheid und anschließend wieder nach Oberhoppen, wo wir nach knapp vier Stunden wieder eintreffen.

Leider stellt sich heraus, dass wir nicht gut geparkt haben. Wir stehen auf einer total vermatschten Wiese, aus der wir nicht mehr ohne Hilfe herauskommen. Die Räder drehen durch und graben sich immer tiefer in den Boden. Ein Bauer befreit uns schließlich mit Hilfe seines Traktors aus der misslichen Lage, was uns immerhin 50 Euro kostet. Aber immer noch besser, als einen Abschleppdienst anzufordern. Habe ich wieder was gelernt 😉

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Kerpen: Von Schloss zu Schloss

Schloss Loersfeld bei Kerpen

Heute haben wir zwei Schlösser an der Erft zwischen Kerpen und Türnich besucht. Unsere Wanderung startet am Schloss Loersfeld, das im 15. Jahrhundert erbaut wurde und sich heute im Besitz der Freiherren von Fürstenberg befindet. Das Schloss zählt zu den schönsten Burganlagen im Rheinland und liegt in einem zehn Hektar großen englischen Landschaftspark. Im Herrenhaus befindet sich ein unter Feinschmeckern bekanntes Restaurant, das seit 1999 mit einem Stern im Guide Michelin ausgezeichnet ist.

Unweit des Schlosses überqueren wir die Autobahn A 61 und laufen in südlicher Richtung durch den Parring auf den Kerpener Bruch und die Erft zu. Die beiden Bruchgebiete sind Restbestände der früher weit verbreiteten Hartholzauen aus Eichen, Ulmen und Erlen in der Flussniederung der Erft.

Wir wandern am Rande des Kerpener Bruches an der Erft entlang und kommen an einer interessanten Wasserkreuzung vorbei. Das Wasser der Kleinen Erft kommt aus dem Kerpener Bruch und wird mittels einer Wasserbrücke über die Erft geführt, um in östlicher Richtung weiter zu fließen.

Wenige Kilometer weiter erreichen wir das zweite Schloss auf unserer heutigen Tour. Schloss Türnich ist ein Barockschloss, dessen Historie sich bis in das Jahr 898 zurückverfolgen lässt. Das Schloss liegt inmitten eines öffentlich zugänglichen Parks, der eine Vielzahl verschiedener, teils exotischer Bäume und Sträucher enthält. Prunkstück ist eine prachtvolle Lindenallee.

Die heutige Form des spätbarocken Herrenhauses entstand Mitte des 18. Jahrhunderts. Der Grundriss ähnelt stark dem von Jagdschloss Falkenlust in Brühl. Das Schloss befindet sich im Besitz von Godehard Graf von und zu Hoensbroech und ist aufgrund der Grundwassersenkung durch den Braunkohleabbau in der Region in schlechtem baulichen Zustand. Es ist derzeit unbewohnbar. Die Renovierung und Restauration aus Mitteln der Deutschen Denkmalstiftung hat jedoch begonnen.

Am Schloss beginnt unser Rückweg. Zunächst geht es wieder zur Erft und dann mitten durch den Kerpener Bruch an der Kleinen Erft entlang.  Nach 14 Wanderkilometern erreichen wir wieder unseren Startpunkt am alten Forsthaus in der Nähe von Schloss Loersfeld. Das Wetter war heute war nicht so toll, aber es hat immerhin nicht geregnet, und das ist im November ja nicht unbedingt selbstverständlich.

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Durch die Ohligser Heide

Offene Heidefläche zwischen Hilden und Solingen

„Ohligser Heide“, dieser Begriff ist staugeplagten Autofahrern in NRW vor allem als Name einer Autobahnraststätte an der A3 bekannt. Tatsächlich verbirgt sich dahinter jedoch ein hübsches Naturschutzgebiet zwischen Hilden und Solingen, das von eben dieser Autobahn durchkreuzt wird.

Heute war ich mit Doxi auf einer zehn Kilometer langen Wanderung in diesem ehemaligen Heidegebiet unterwegs, das heute in Teilen bewaldet ist. Neben feuchten und trockenen Heideflächen begegnen uns offene Sandflächen, Eichen- und Birkenwälder und zahlreiche kleine Fließgewässer.

Mitten in der Ohligser Heide liegt der Engelsberger Hof, ein ehemaliges Gut, das heute ein beliebtes Ausflugslokal ist. Außerdem gibt es einen kleinen See, der an diesem windstillen und sonnenverwöhnten Novembertag ganz ruhig da liegt. Schön, das einmal gesehen zu haben.

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Herbst im Elfenmeer

Doxi am Rolvennen

Heute haben wir eine ganz zauberhafte Wanderung im Grenzgebiet zwischen Deutschland und den Niederlanden kurz vor Roermond unternommen. Wir starten am Wanderlokal „Dalheimer Mühle“ am Ortsrand von Dalheim-Rödgen und laufen zunächst noch deutscher Seite geradeaus durch das Naturschutzgebiet „Blumenpfuhl“ bis zur Schutzhütte an den „Sechseichen“.

Nun überqueren wir die grüne Grenze und betreten damit auf niederländischer Seite den Nationalpark „De Meinweg“, der zum grenzübergreifenden Naturpark Maas-Schwalm-Nette gehört.

Wie ein rechteckiger Zapfen ragt hier ein Stück der Niederlande in deutsches Gebiet hinein. Fast drei Kilometer folgen wir dem schnurgeraden Grenzweg und kommen dabei immer wieder an Grenzsteinen vorbei.

Mehr und mehr geht der Mischwald nun in offene Heidelandschaft mit vielen schönen, freistehenden Eichen und Kiefern über. Wir passieren die erste Moore in der „Herkenbosscherheide“. Die Wasserflächen haben sich aufgrund der von Ost nach West abfallenden Terrassierung des Geländes gebildet, die durch kleine Horste und geologische Gräben verursacht wird. Die zwei größten Moorseen, auf niederländisch „vennen“ genannt, sind das „Elfenmeer“ und der „Rolvennen“-See.

Kurz vor der Bahnstrecke zwischen Roermond und Vlodrop drehen wir in östliche Richtung ab. Fast drei Kilometer geht es nun wieder schnurgerade durch wechselnde Wald- und Heideabschnitte, in denen wir heute fast alleine unterwegs sind.

Wir umrunden das ehemalige Franziskanerkolleg St. Ludwig, das sich seit einigen Jahren im Besitz der Gemeinschaft von Maharishi Mahesh Yogi befindet, dem „Erfinder“ der Transezendentalen Meditation und spirituellen Mentor der Beatles in den Sechziger Jahren.  Nach vier Stunden und 17 Wanderkilometern erreichen wir schließlich wieder unseren Startpunkt. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter heute. Das Licht war wirklich fantastisch. Eine ganz tolle Wanderung.

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Hinter den Weinbergen von Rech

Weinberge zwischen Mayschoß und Rech

Wahnsinn, was für Farben! Wir sind an der Ahr zwischen den Weindörfern Rech und Mayschoß unterwegs. Die Weinstöcke sind weitgehend abgeerntet, aber ihre herbstlich bunten Blätter tauchen die Weinberge in ein atemberaubendes Farbenspiel aus Gelb und Rot.

Ein kleiner Teil unserer Tour folgt dem Rotweinwanderweg, auf dem an diesem warmen Herbst-Samstag erwartungsgemäß sehr viele Menschen unterwegs sind. Doch der größte Teil unserer 14 Kilometer langen Wanderung führt über wenig begangene Wege oberhalb dieser „Wanderautobahn“ und durch den dichten Wald im Hinterland der Weinberge.

Wir steigen von Rech hinauf auf das Hochplateau über der Ahr und erfreuen uns an den Fernblicken auf Rech, Mayschoß und den Krausberg auf der gegenüberliegenden Seite der Ahr. Durch schönen Mischwald geht es auf teilweise versteckten Pfaden bis kurz vor Altenahr. Wir drehen Richtung Mayschoß ab und laufen weiter oberhalb des Rotweinweges am Waldrand entlang. Dabei genießen wir die grandiosen Aussichten hinunter in das Ahrtal.

So geht es weiter bis zur Michaelskapelle oberhalb von Mayschoß. Einmal verlaufen wir uns und entscheiden uns für eine Abkürzung über den Wirtschaftsweg innerhalb eines Weinbergs. Wir kommen ganz schön ins Rutschen und können uns lebhaft vorstellen, wie anstrengend es sein muß, in einem derart steilen Gelände landwirtschaftlich zu arbeiten.

Über enge Serpentinen steigen wir auf den stark frequentierten Rotweinwanderweg hinab, dem wir auf den letzten zwei Kilometern bis zu unserem Start- und Zielpunkt in Rech folgen. Im Mai waren wir zuletzt hier. Da waren die Weinstöcke noch winterlich leer, doch dazwischen blühte bereits überall der gelbe Löwenzahn. Der Löwenzahn ist längst verblüht, doch jetzt sind es die Weinstöcke, die die Landschaft mit einem gelben Teppich überziehen. Ein wunderbares Bild.

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Am Balkhauser Kotten

Blick vom Pfaffenberg hinunter zur Wupper am Balkhauser Kotten

Heute sind wir sehr schön an der Wupper im Grenzgebiet zwischen Solingen und Leichlingen gewandert. Die Tour begann am Wanderparkplatz in Solingen-Glüder und führte uns zunächst in westlicher Richtung entlang des linken Wupper-Ufers durch Laub- und Nadelwald. Bald verließen wir den Uferpfad und stiegen hinauf auf die Wupperhöhen bis zum Pferdeland Leide. Dort begann unser Abstieg zurück zur Wupper und hinunter zum „Alten Zollhaus“ bei Wupperhof.

Durch flaches Gelände folgten wir anschließend der Wupper in südlicher Richtung und überquerten den Fluß auf der Hälfte der Wanderstrecke bei Rüdenstein. Nun ging es auf der anderen Flusseite in nordöstlicher Richtung zurück. Nach einigen Kilometern erreichten wir den Pfaffenberg und kamen am Balkhauser Kotten vorbei, einem von zwei weitgehend im Original erhaltenen Schleifkotten an der Wupper im Bereich der Stadt Solingen.

Der Kotten ist nach dem benachbarten Wohnplatz Balkhausen benannt. Ein Obergraben zweigt von einem Wehr ab und führt das Wasser dem unterschlächtigen Wasserrad zu.  Darüber werden die Schleifsteine und Polierscheiben im Inneren des Kottens angetrieben. Das Bauwerk wird heute als Industrie- und Schleifermuseum genutzt und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen von Solingen.

Nun ging es in einem Schlussanstieg hinauf auf den Pfaffenberg und von dort wieder hinunter nach Glüder, wo wir nach 13 Wanderkilometern und 500 Höhenmetern unseren Start- und Zielpunkt erreichten. Dort mussten wir erst einmal unsere Wanderschuhe ausschlagen, denn vor allem im ersten Teil der Tour waren viele Wege durch Pferdeberitt stark vermatscht. Doch das gehört beim Wandern in Herbst und Winter wohl einfach dazu. Kein Problem 🙂

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An der Prüm bei Ernzen

Die Holzbrücke an den Irreler Wasserfällen (die gar keine sind)

Unsere heutige, landschaftlich sehr abwechslungsreiche Wanderung führt uns in die Südeifel, nach Ernzen in der Nähe von Bitburg. Wir folgen der Tour 55 aus dem Rother Wanderfüher „Eifel“ und starten dabei auf dem Ferschweiler Plateau beim „Naturparkzentrum Teufelsschlucht“. Kurz davor befindet sich ein Dinosaurier-Erlebnispark, der an diesem sonnenverwöhnten Feiertag viele Familien anzieht. Schon am frühen Morgen sind die Parkplätze gut gefüllt.

Wir aber wollen in den Wald und steigen nach wenigen hundert Metern in die Teufelsschlucht hinab. Noch sind relativ wenige Besucher in der bizarren Felslandschaft unterwegs, so dass wir ungestört fotografieren können.

Auf engen und steilen Pfaden geht es durch die Schlucht in Richtung Norden. Es ist ein ständiges Auf und Ab. Nach rund drei Kilometern weitet sich die Schlucht. Wir laufen weiter an den massiven Felswänden des Ferschweiler Plateaus entlang. Rechts von uns öffnet sich der Buchenwald, der sich an die steil abfallenden Hänge bis hinunter zur Prüm schmiegt.

So geht es über mehrere Kilometer, bis wir den Rand des Plateaus hinunter uns lassen und zur Prüm hinab steigen. Beim Ort Prümzurlay überqueren wir die Prüm und folgen ihrem Lauf nunmehr in Richtung Süden. Kurz vor dem Ort Irrel erreichen wir die „Irreler Wasserfälle“, bei denen es sich eher um Stromschnellen als um echte Wasserfälle handelt.

Ihre Entstehung hängt eng mit der Teufelsschlucht und den eiszeitlichen Felsstürzen am Rand des Ferschweiler Plateaus zusammen. Vor rund 12.000 Jahren brachen so viele Felsblöcke am Rand der Hochfläche ab und stürzten in das 160 Meter tiefer liegende Flusstal, dass dort eine natürliche Staumauer und ein See entstand. Durch die Kraft des Wassers wurde die Staumauer im Laufe der Jahrtausende durchbrochen. Heute bahnt sich die Prüm ihren Weg zwischen den mächtigen Felsblöcken hindurch. Ganz vernehmlich rauscht der Fluss hier ein wenig in die Tiefe.

Auf einer großen Holzbrücke über die Prüm kann man dieses beeindruckende Naturschauspiel hautnah erleben. Dort überqueren wir erneut die Prüm und beginnen unseren Wiederaufstieg auf das Ferschweiler Plateau. Das Wetter heute an Allerheiligen ist einfach herrlich. In der Nachmittagssonne leuchtet uns der herbstliche Buchenwald goldgelb entgegen.

Nach knapp vier Stunden und 600 Höhenmetern erreichen wir schließlich unseren Ausgangspunkt. Gerade einmal 10,5 Kilometer haben wir in dieser Zeit zurückgelegt, doch das war dem ständigen Auf und Ab und den schwierigen Passagen in der Teufelsschlucht geschuldet. Insgesamt eine durchaus anspruchsvolle, aber auch überaus beeindruckende Tour.

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In der Teufelsschlucht

Felsformationen in der Teufelsschlucht

Bizarre Felsformationen, turmhohe Wände, enge Durchlässe und überraschende Kehren – die Teufelsschlucht in der Südeifel ist ein einzigartiges Naturerlebnis. Die wild zerklüftete Schlucht am Ostrand des Ferschweiler Plateaus oberhalb des Ortes Irrel entstand am Ende der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren infolge einer gewaltigen Serie von Felsstürzen.

Ausschlaggebend dafür war die klimatische Situation in Verbindung mit den besonderen geologischen Gegebenheiten der Region. Die stark zerklüfteten und teilweise sehr porösen Gesteinsschichten des sogenannten Luxemburger Sandsteins lagern auf massiven und zumeist wasserundurchlässigen Keuperschichten. Während die Sandsteinschichten durch Regen zunehmend verwitterten, wurde ihre Basis mehr und mehr unterschnitten. Der ständige Wechsel von Frost- und Tauperioden am Ende der letzten Eiszeit führte dann zu massiven Frostsprengungen. Eine Vielzahl von Felsstürzen waren die Folge.

Heute zeugen zahlreiche Felsblöcke an den Hängen des Ferschweiler Plateaus von den Massenbewegungen dieser Zeit. Die fast 30 Meter tiefe Teufelsschlucht ist ein Produkt dieser Felsstürze und an einigen Stellen gerade einmal einen Meter breit. Handläufe und Treppenstufen ermöglichen den Besuchern den Weg durch die Schlucht. Es ist ein ständiges auf und ab auf schmalen Pfaden. An einigen Stellen muss man sich durch enge Spalten und Felslöcher zwängen. Das gibt es an keinem anderen Ort in der Eifel. Einfach faszinierend.

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In der Freiheit Westerholt

Die Kirche

Auf unserer Wanderung rund um Schloss Herten queren wir auch den Hertener Ortsteil Westerholt mit seinem historischen Ortskern. Das sogenannte „Alte Dorf“ besteht aus rund 60 gut erhaltenen Fachwerkhäusern, die an das Wasserschloss Westerholt grenzen. Das Schloss wird heute als Hotel und Verwaltungssitz für den großen Golfplatz genutzt, der auf dem Schlossgelände beheimatet ist.

Der Name „Westerholt“ steht für das Holz im Westen von Recklinghausen und wurde im Jahre 799 als Bauernhof der Abtei Werden erstmals erwähnt. Ab 1047 ist das Geschlecht der Grafen von Westerholt, Aufsitzer der Wasserburg Westerholt, belegt.

Um die Burg mit Wall und Doppelgräfte, gesichert mit zwei Toren, siedelten sich die Schlossbediensteten, Handwerker und Bauern an, die den Schutz der Burg suchten. Diese Burgsiedlung wuchs um die Pfarrkirche St. Martini.

1421 wurde die Siedlung erstmals als „Freiheit Westerholt“  erwähnt, die sich durch die persönliche Freiheit der einzelnen Bewohner, regelmäßige Markttage, die Befestigung des Ortes sowie eine eigene Verwaltung auszeichnete.

Heute stehen die alten Häuser im Dorf unter Denkmalschutz und wurden ebenso wie das Schloss aus Mitteln des Landes und der Stadt Herten liebevoll restauriert. Ein überaus sehenswertes Ensemble, das man in dieser Form gar nicht mitten im Ruhrgebiet vermuten würde.

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