Gerresheim und das Rotthäuser Bachtal

Bellis und Doxi vor dem malerisch im Bachtal gelegenen Gut Papendelle

Heute habe ich mit Bellis und Doxi eine schöne Wanderung am Ostrand von Düsseldorf unternommen, keine 25 Kilometer von unserem Zuhause entfernt. Wir starteten in Gerresheim, das sich an die Randhöhen des Niederbergischen Landes schmiegt. Die ehemals eigenständige Stadt ist eine von vier städtischen Siedlungen, die sich im Mittelalter auf dem heutigen Düsseldorfer Stadtgebiet entwickelt haben.

Die Ursprünge des Ortes liegen in einem Frauenstift des 9. Jahrhunderts. Überregional bekannt wurde Gerresheim durch die dort ansässige Gerresheimer Glashütte. 1909 wurde Gerresheim nach Düsseldorf eingemeindet. Der Ort hat den Charakter einer eigenständigen Kleinstadt bewahrt und besitzt einen schönen alten Ortskern rund um den Gerricusplatz und die Basilika St. Margareta. Dort fand 1738 der letzte Hexenprozess am Niederrhein statt.

Wir wandern zunächst rund um den sehenswerten Gerresheimer Waldfriedhof am Hang der Gerresheimer Höhen und des Waldes. Hier endet die flache Rheinische Tiefebene mit dem Einzugsgebiet des Ur-Rheins und beginnen die „Gerresheimer-Alpen“. Die Gegend ist reich an Bächen und Sümpfen.  Wir steigen von den Höhen hinab ins Morper Bachtal und begegnen dort zum ersten Mal dem Rotthäuser Bach, wo Bellis und Doxi sofort die Wasserqualität prüfen und für gut befinden.

Parallel zum Rotthäuser Bach geht es in nördlicher Richtung wieder hinauf auf die Höhen und am Restaurant Kaiserhaus vorbei ins schöne Rotthäuser Bachtal. Das Naturschutzgebiet wird von zahlreichen Wiesen, Weideflächen, Fischteichen und sumpfigen Stellen geprägt, die auch den Wanderweg erreichen. Gut, dass ich festes Schuhwerk und meine Wandergamaschen angezogen habe.

Kurz vor dem Erreichen der Bundesstraße B7 drehen wir nach Westen ab und kommen durch einen schönen, uralten Hohlweg wieder an den Orstrand von Gerresheim. Entlang des malerischen Pillebachs und hübscher Kleingartensiedlungen geht es anschließend wieder zu unserem Parkplatz zurück. Ich hätte gar nicht erwartet, dass es am Stadtrand von Düsseldorf so malerisch und geschichtsträchtig zugeht. Eine sehr schöne Wanderung.

 

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Am Ostersonntag im Höddelbachtal

Am Morgen sitzen die Osterhasen direkt vor unserem Wohmnobil

Der Ostersonntag beginnt für mich mit zwei Überraschungen: Zum einen hat die Stellplatzbetreiberin über Nacht eine kleine Ostertüte vor meiner Womo-Tür abgestellt  – vielen Dank dafür. Und zum Zweiten sitzen drei (Oster-) Hasen direkt vor dem Womo auf der Wiese und lassen sich das Gras schmecken. Doxi ist natürllich völlig empört, was sich die kleinen Viecher rausnehmen,  Das ist doch ihr Revier!

Unsere heutige Wanderung führt uns über Olef und Schleiden ins schöne Höddelbachtal südlich von Herhahn. Es ist ziemlich kalt und zwischendurch bekommen wir sogar etwas Eisregen ab. Ich bin froh, als wir nach vier Stunden und 17 Wanderkilometern wieder im Womo eintreffen.  Erst mal aufwärmen …

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So blüht nur der Frühling

Gelb blüht der Raps auf den Feldern bei Kirchhasel

Endlich wieder Frühling. Und überall blüht es. Ist das nicht herrlich?  Hier eine Auswahl aus den schönsten Frühlingsbildern in diesem Blog.

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Die schönsten Osterfotos

Osterdeko ist in den Orten hier überall präsent

Frohe Ostern! Wieder ein Jahr ohne Krieg, Hunger und Naturkatastrophen. Wir haben echt Glück in dieser Zeit und auf diesem kleinen Flecken unseres Planeten.

Heute vor einem Jahr war ich mit Doxi und dem Wohnmobil  in Oberfranken und im südlichen Thüringen unterwegs. In den Dörfen und teilweise auch in den Städten waren dort viele Brunnen zu Ostern feierlich geschmückt. Hier die schönsten Fotos

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Auf den Spuren des Erzbergbaus in der Eifel

Die Olef am Rand des historischen Ortskerns von Olef

Heute Mal eine Eifelwanderung zwischen den Flüssen Urft und Olef. Wir starten am Kurpark in Gemünd und wandern zunüchst in südlicher Richtung entlang der Urft in Richtung Kall. Bei Mauel, einem Ortsteil von Gemünd, verlassen wir die Urft und steigen in westlicher Richtung hinauf  auf den Wackerberg. Leichter Sprühregen setzt ein, doch damit haben wir gerechnet und sind ensprechend angezogen.

Wir steuern den Kammrücken des Wackerbergs an und laufen über Waldwege Richtung Kall. Infotafeln am Weg informieren darüber, dass hier im Mitelalter primitiver Eisenerzbergbau in kleinen Gruben betrieben wurden. Oft waren es Familienbetriebe, die Schächte bis zur Grundwasserlinine in 20 bis 30 Metern Tiefe nach unten in den Berg trieben und pro Grube und Jahr 400 bis 600 Tonnen Gestein abbauten.

Die schwere manuelle Arbeit lohnte sich, weil das Gestein in der Eifel bis zu 40 Prozent Eisenerz erhält und genug Holz für die anschließede Verhüttung vorhanden war. Man schätzt heute, dass zu jener Zeit fast 10  Prozent des Europa produzierten Eisens aus der Eifel stammten.

Aufgegebene Schächte werden als „Pingen“ bezeichnet. Bis zu 2.000 davon soll es im Wald rund um Kall geben. Noch heute trifft man an vielen Stellen auf charakteristische Mulden. Man könnte sie für Bombentrichter aus dem zweiten Weltkrieg halten, doch es sind die Reste längst eingestürzter Schächte. Man erkennt sie auch an den zumeist ringförmigen Halden rund um den Schachteingang, wo das geförderte, aber wertlose Gestein zurückgelassen wurde.

Bald erreichen wir eine Asphaltstraße, die mehrere kleine Siedlungen im Wald anbindet. Wir verlassen die Asphaltstraße und steigen durch das Selbachtal und Geisbachtal zwischen Broich und Olef hinab in  Richtung Schleiden. Kurz vor Schleiden drehen wir in östlicher Richtung ab und laufen auf Olef zu.

Das kleine Dorf mit einem hübschen historischen Ortskern liegt zwischen Schleiden und Gemünd am gleichnamigen Fluss. Mitten durch den Ort verläuft die Oleftalbahn, die heute nur noch als Museumsbahn und für den Güterverkehr genutzt wird. Bundesweit einmalig ist die Streckenführung mitten über den Olefer Dorfplatz. Bei jeder Überfahrt muss dem Zug zur Sicherung ein Rangierer mit Warnflagge vorausgehen.

Von Olef sind es nur noch wenige Kilometer zurück nach Gemünd, wo wir nach vier Stunden und 16 Wanderkilometern wieder eintreffen. Die heutige Strecke sind wir zum ersten Mal gegangen, aber sicher nicht zum letzten Mal.

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Captain Future ist gelandet – in der Eifel

Futuristisches Gebäude am Orstrand von Herhahn

Karfreitagmorgen. Wir sind weiter mit dem Womo in Gemünd am Nationalpark Eifel unterwegs. Früh am Morgen brechen wir zu einer ausgedehnten Wanderung auf, um das schöne Wetter ausznutzen. Denn ab dem Mittag soll es schlechter werden.

An der Kirche in Gemünd geht es auf den Talweg entlang der Olef Richtung Schleiden. Auf den ersten Kilometern ist der Weg als Kreuzweg ausgelegt. Das passt ja an diesem hohen christlichen Feiertag.

Wir folgen der Olef bis kurz vor Schleiden und steigen dann hinauf auf die Höhen, wo wir bald schon Herhahn erreichen. Am westlichen Ortsrand vorbei geht es in Richtung der Dreiborner Hochfläche. Wir stoßen auf ein blaues, kuppelartiges und äußerst futuristisch wirkendes Gebäude. Captain Future scheint hier gelandet zu sein.

Wir laufen zur Hochfläche und an deren östlichen Rand entlang in südlicher Richtung, bis wir den Eingang zur Burg Vogelsang erreichen. Wir queren das große Gelände und steigen auf der Rückseite hinab zur Urft.

Da auf dem beliebten Urftweg an diesem Feiertagsmorgen erwartungsgemäß viel los ist, nehmen wir nicht diesen direkten Weg zurück nach Gemünd, sondern biegen in den Kermeter ab. Entlang eines schönen Bachlaufs steigen wir durch ein Tal hinauf bis zur Höhenstraße, die das ausgedehnte Waldgebiet quert. Nach links geht es zur Abtei Mariawald, nach rechts in Richtung Wolfgarten. Wir nehmen diesen Weg und erreichen bald das kleine Dorf oberhalb von Gemünd.

Von Wolfgarten geht es schließlich wieder hinunter nach Gemnd, wo wir nach fünfeinhalb Stunden und 22 Kilometern Strecke wieder eintreffen. Eine herrliche Wanderung.

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Osterkälte in der Eifel – ohne Mütze geht nichts

Ich und meine neue wunderbare Merino-Mütze

Wir verbringen die Osterfeiertage in der Eifel. Jutta ist eine Woche auf Mallorca und ich bin mit Doxi und dem Wohnmobil nach Gemünd in den Nationalpark Eifel gefahren.

Das Wetter ist nicht schlecht, aber doch relativ kühl. An alles habe ich beim Packen gedacht, aber nicht an eine Mütze.

Also gönne ich mir was und kaufe im Sportfachgeschäft in Gemünd eine Wollmütze aus Merino-Wolle von Icebreaker.

Ich liebe Sachen aus Merino! Ein herrliches Gefühl auf dem Kopf. Habe ich mir auch was zu Ostern geschenkt 🙂

Am Nachmiitag unternehmen wir eine erste Wanderung durch den Nationalpark. Gleich nebem dem Womo-Stellplatz am Kurpark die erste Überraschung: Die Jungendherberge von Gemünd ist nicht mehr. Vor acht Wochen, bei unserem letzten Besuch, war sie noch da. Jetzt räumen Bagger gerade den letzten Rest des Schutts beiseite. Am gleichen Platz wird eine schöe neue Jugendherberge entstehen, erfahre ich vor Ort.

 

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