Auf Burg Vischering

Lüdinghausen, 23. Juli 2018

Blick vom Burggraben in den Hof von Burg Vischering

Als ich im Frühjahr auf großer Burgentour durch das Münsterland war, hatte ich eine besonders prominente Vertreterin ihrer Art schlichtweg vergessen, obwohl ich sie auf meinem Zettel hatte: Die Burg Viischering in Lüdinghausen, Sitz des Münsterlandmuseums. Das habe ich heute bei meinem Besuch in der „Dreiburgenstadt“ Lüdinghausen nachgeholt.

Das Wetter und das Licht meinten es gut mit mir, denn die hervorragend erhaltene Burg inmitten einer Wasser- und Parklandschaft ist wirklich sehr fotogen. Trotz eines fast vollständigen Neubaus im 16. Jahrhundert hat sie ihren wehrhaften Charakter weitgehend erhalten.

Burg Vischering wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts durch den Bischof von Münster Gerhard von der Mark gegründet. Sie diente als Trutzburg in den Auseinandersetzungen zwischen dem Bischof in seiner Rolle als Landesherr auf der einen und den lokalen Rittern Hermann I. und Bernhard von Lüdinghausen auf der anderen Seite.

Später entwickelte sich die Burg zum Stammsitz der Familie Droste zu Vischering, in deren Besitz sich die Anlage heute noch befindet. Bei einem Brand im Jahr 1521 wurde die Anlage weitgehend zerstört und anschließend im Stil der Renaissance wieder aufgebaut.

Nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg pachtete der damalige Kreis Lüdinghausen die Burg, um sie als Kultur- und Bürgerzentrum zu nutzen. Sie ist dadurch heute öffentlich zugänglich. Wenn es an diesem Montagmorgen nicht schon so heiß wäre, würde ich mit Doxi gerne noch länger in der Umgebung der Burg verweilen. Es ist wirklich zauberhaft hier. Doch die Sonne treibt mich weiter.

( MITI )