Duisburg: Alte und neue Hüttenwerke

Der Landschaftspark-Nord in Duisburg

Heute waren wir im Norden von Duisburg zwischen dem Landschaftspark an der 1985 stillgelegten Meidericher Eisenhütte und dem modernen Stahlwerk von Thyssen-Krupp im Stadtteil Bruckhausen unterwegs.

Der mehr als 200 Hektar große Landschaftspark-Nord bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten wie Klettern in alten Erzbunkern und Tauchen in einem früheren Gasometer. Er dient darüber hinaus als Spielstätte für vielfältige Kulturveranstaltungen. Abends verwandelt eine Lichtinszenierung des britischen Künstlers Jonathan Park das ehemalige Hüttenwerk in ein buntes Lichtspektakel.

An schönen Tagen ist hier jede Menge los, denn der Landschaftspark-Nord ist nach dem Kölner Dom die meist besuchte Sehenswürdigkeit in Nordrhein-Westfalen. Doch an diesem verregneten Dezember-Morgen haben wir den Park fast für uns alleine.

Wir folgen dem Flussbett der Alten Emscher durch den Landschaftspark, laufen an dem seit 2014 geschlossenen und im Juni 2017 abgebrannten Delta-Musikpark vorbei und durchqueren das Gelände der ehemaligen Zeche Friedrich Thyssen 4/8. Die Grube lieferte früher die Kohle und den Koks für das alte Meidericher Stahlwerk und wurde im Jahr 1959 als erste Großschachtanlage im Ruhrgebiet stillgelegt. Heute erinnert auf dem Gelände fast nichts mehr daran, dass hier mehr als 60 Jahre eine Zeche stand.

Nach einer längeren Passage durch ehemalige Zechensiedlungen erreichen wir das Gelände des modernen Stahlwerks von Thyssen-Krupp in Duisburg-Bruckhausen. Hier beginnt unser Rückweg durch Parks und dicht besiedelte Stadtteile zum Landschaftspark-Nord, den wir nach dreieinhalb Stunden und 13 Wanderkilometern wieder erreichen.

Es war wirklich kein schönes Wanderwetter heute und die Tour hatte für meinen Geschmack etwas zu viel Asphalt, aber egal. Es ist auf jeden Fall interessant, diese Gegend einmal gesehen zu haben. Denn vieles hat hier hat sich noch immer den Schimanski-Charme der Achtziger Jahre erhalten.

 

( MITI / )