Im Straßburger Münster

Nordfassade des Straßburger Münsters

Lange schon hatte ich mir vorgenommen, das Straßburger Münster besuchen, nachdem ich auf Arte eine spannende TV-Dokumentation über dessen Entstehungsgeschichte gesehen hatte. Jetzt habe ich es endlich geschafft.

Von Kehl bin ich mit dem Fahrrad nach Straßburg gefahren und habe als erstes den Kirchplatz vor dem Liebfrauenmünster angesteuert, wie die Kirche auf Deutsch offiziell heißt (französisch „Cathédrale Notre-Dame de Strasbourg“). Das imposante Bauwerk aus rosa Vogesensandstein wurde zwischen 1176 und 1439 an der Stelle eines abgebrannten Vorgängerbaus errichtet.

Die neue Kirche entstand zunächst im romanischen und später im gotischen Stil. Bis zum Jahre 1874 war das Münster mit seinem 142 Meter hohen Nordturm das höchste Bauwerk der Menschheit. Nachwievor gilt es als das höchste im Mittelalter errichtete Gebäude.

Zu seinen berühmtesten Elementen im Innenraum gehören die Astronomische Uhr, der sogenannte „Engelspfeiler“, die Schwalbennestorgel sowie die großen bunten Bleiglasfenster aus dem 14. Jahrhundert. Markant ist die asymmetrische Form der Türme, denn der Südturm wurde nie gebaut, obwohl in den Bauplänen immer vorgesehen.

Nach dem Aufstieg auf den Nordturm genieße ich den wunderbaren Blick über die Stadt. Im Osten erheben sich die Vogesen, im Westen der Schwarzwald. Ein tolles Panorama, für das sich der Aufstieg über die insgeamt 333 Treppenstufen absolut gelohnt hat.

( MITI / )