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Eine Woche im Allgäu

In Staubis oberhalb von Oberstaufen an der Nagelfluhkette

In Staubis oberhalb von Oberstaufen an der Nagelfluhkette

Wir suchten die Sonne und haben sie gefunden – in schönen Allgäu. Sonne und blauer Himmel von 8:30 bis 16:30, dazu Schnee nur ganz oben auf den Bergen – da konnten wir schön in den Tälern und auf den mittleren Höhen wandern.

Wir haben die Königsschlösser bei Füssen besucht, waren in Oberstdorf, Sonthofen, Immenstadt, Oberstaufen, Lindenberg, Isny, Wangen, Ulm und Blaubeuren.

Vielfach waren wir die einzigen Gäste auf den Wohnmobilstellplätzen im aktuellen „Loch“ zwischen dem bereits beendeten Sommertourismus und dem aus Schneemangel noch nicht eingesetzten Wintertourismus. Eine sehr schöne Tour, die wir gerne im kommenden Jahr wiederholen.

Alle Beiträge und viele schöne Fotos gibt es hier.

( MITI / )

Am Blautopf in Blaubeuren

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Blautopf und das mittelalterliche Hammerwerk am Abfluss zur Blau. Daneben das Kloster Blaubeuren.

Auf unserem Rückweg in Richtung Rheinland besuchen wir noch Blaubeuren am Ostrand der Schwäbischen Alb. Wir stehen auf dem Stellplatz am Dodelweg, unweit des berühmten Klosters Blaubeuren und des spektakulären Blautopfes.

Aus einem unterirdischen Höhlensystem tritt dort ganzjährlich Wasser aus, dessen weitgehend wetter- und vegetationsunabhängige Blaufärbung dem Ort seinen Namen verliehen hat. Das Wasser wird über den Fluß Blau abgeführt, der nach rund 22 Kilometer im Ulmer Stadtgebiet in die Donau mündet.

Neben dem Aachtopf (bei Aach in Baden-Württemberg) ist der Blautopf die zweitstärkste Einzelquelle in Deutschland.  Das Einzugsgebiet des Blautopfs umfasst etwa 160 Quadratkilometer.

An der Austrittsstelle hat sich durch den enormen Wasserdruck im Laufe der Zeit ein trichterförmiger Quelltopf gebildet, der eine Tiefe von bis zu 21 Meter erreicht. Der Durchmesser beträgt rund 40 Meter. Die auffallend blaue Wasserfärbung entsteht durch die Lichtstreuung des kalkgesättigten Quellwassers. Ein echtes Naturschauspiel, das an Wochenenden und in der Saison viele Tagesgäste nach Blaubeuren lockt. An diesem verschlafenen Adventsmittwochmorgen sind Doxi und ich jedoch die einzigen Besucher.

( MITI / )

Nachtspaziergang durch Ulm

Zugang zur Altstadt von der Donau aus

Zugang zur Altstadt von der Donau aus

Wir verlassen das Allgäu nach einer herrlichen Woche in Richtung Norden und machen am Abend in Ulm Station. Von unserem Stellplatz am Donaustadion laufen wir am Fluss entlang zur Altstadt und zum berühmten Ulmer Münster.

Auf dem Markplatz vor dem Münster ist der Weihnachtsmarkt aufgebaut und richtig was los. Doxi klebt mir der Nase am Boden und wird bei ihrer Suche nach Wurstresten schnell fündig …

( MITI / )

Bezauberndes Isny

Hostorisches Bild mit dem größten Sohn der Stadt, Heinrich II. von Isny, auch Knoderer und Gürtelknopf genannt

Hostorisches Bild mit dem größten Sohn der Stadt, Heinrich II. von Isny, auch Knoderer und Gürtelknopf genannt

Unsere zweite Station am heutigen Tag: Die ehemalige freie Reichsstadt Isny, die an der Oberschwäbischen Barockstraße liegt und bereits zu Baden-Württemberg gehört. Die Stadt war im Mittelalter eines der Zentren der Reformation im Allgäu und wurde 1529 protestantisch.

Heute glänzt Isny durch zahlreiche gut erhaltene mittelalterliche Bauten, etwa die Stadtmauer, mehrere Türme und das ehemalige Schloss. Bei strahlendem Sonnenschein macht der Rundgang durch die Stadt wirklich Freude.

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Rund um Lindenberg im Allgäu

Blick auf Lindenberg mit der Pfarrkirche St. Peter und Paul

Blick auf Lindenberg mit der Pfarrkirche St. Peter und Paul

Lindenberg im Allgäu, das in nebelarmer Höhenlage oberhalb des Bodensees liegt, gehört regelmäßig zu den sonnenreichsten Orten Deutschlands. Vom kostenlosen Wohnmobilstellplatz am Waldsee haben wir heute eine 13 Km lange Rundwanderung um Lindenberg unternommen.

Auf der Westseite des Ortes blickten wir dabei in die nebelverhangenene Bodenseeregion herab. Auf der Ostseite ging der Blick zur Nagelfluhkette der Allgäuer Alpen, an deren Fuße wir gestern in Oberstaufen gewandert sind.

Dazwischen immer wieder der Blick hinunter nach Lindenberg mit der Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul als weithin sichtbare Landmarke.

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An den Buchenegger Wasserfällen

Die untere Stufe der Buchenegger Wasserfälle

Die untere Stufe der Buchenegger Wasserfälle

Von unserem Standort in Steibis wandern wir zu den Buchenegger Wasserfällen. Die Weißach stürzt dort laut tobend in die Tiefe und fließt anschließend weiter hinunter in das Tal in Richtung Oberstaufen.

Die Fälle gehören zum Geopark Allgäu, in dem die schönsten Geo-Ziele im Allgäu zusammengefasst sind. Der Abstieg in die tief eingeschnittene Schlucht zu den Wasserfällen führt über enge und glitschige Pfade, der Wiederaufstieg auf der anderen Seite der Weißach ebenfalls, aber es lohnt sich. Die Fälle sind ein echtes Naturschauspiel. Auch Doxi hat ihren Spass.

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Oberhalb von Oberstaufen

Blick hinunter nach Oberstaufen

Blick hinunter nach Oberstaufen

Rollendes Zimmer mit Aussicht: Wir stehen oberhalb von Oberstaufen im Ortsteil Steibis mit herrlichem Blick auf die Allgäuer Alpen, das Tal und die Stadt. Das Wetter verwöhnt uns. Kaum zu glauben, dass der zweite Advent bereits hinter uns liegt. So lässt es sich aushalten.

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Bummel durch Immenstadt

Blick auf Immenstadt

Blick auf Immenstadt

Nächste Station auf unserer Tour durch das Allgäu: Immenstadt am Großen und Kleinen Alpsee, rund zehn Kilometer von Sonthofen entfernt. Beim Bummel durch die Immenstadt von Innenstadt (oder umgekehrt) fallen die vielen Skulpturen im öffentlichen Raum auf. Nett ist das hier.

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Aufstieg zum Gschwender Horn

Blick hinunter auf den Großen Alpsee. Doxi hat gerade ihr dollen fünf Minuten und rast über die Wiese.

Blick hinunter auf den Großen Alpsee. Doxi hat gerade ihr dollen fünf Minuten und rast über die Wiese.

Von unserem Standort in Immenstadt haben wir heute eine anspruchsvolle 17 Km-Rundwanderung rauf zum Gschwender Horn auf 1480 Meter Höhe ü.N.N. unternommen.

Oberhalb des Kleinen Alpsees wanderten wir zunächst auf dem Hornweg mit engen und geschwungenen Pfaden über zahlreiche Bäche und Wasserfälle hinweg durch den Wald nach Bühl.  Parallel zum Großen Alpsee ging es weiter in den „Stadtwald“ und von dort stetig hinauf bis zur Seifenmoos-Alpe auf 1.355 Metern Höhe ü.N.N. Von dort konnten wir den herrlichen Fernblick nach Norden, Westen und Osten genießen. Sogar der Bodensee in rund 40 Kilomenter Entfernung war bei herrlichem Sonnenschein und klarer, trockener Luft am Horizont erkennbar.

Ab hier wurde der Weg schwieriger, weil größtenteils schneebedeckt.  Trotzdem waren am Nikolaussonntag eine Menge Wanderer unterwegs. Insbesondere rund um das Kemptener Naturfreundehaus war ganz schön was los. Dort begann unser Abstieg, der uns schleßlich wieder aus dem Schnee heraus und zurück nach Immenstadt führte.

Das Wander-Navi hat unterwegs ein wenig rumgezickt, Hinterher habe ich dann festgestellt, dass wir den Weg in umgekehrter Richtung gelaufen sind. Okay, mein Fehler 🙂 Trotzdem eine tolle Wanderung.

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Panoramatour rund um Sonthofen

Ballonstart am Morgen am Ortsrand von Sonthofen

Ballonstart am Morgen am südlichen Ortsrand von Sonthofen

Früh am Morgen sind wir in Oberstdorf aufgebrochen und 15 Km weiter nach Norden gefahren.  Unser Ziel: Sonthofen, die am südlichsten gelegene Stadt Deutschlands am Zusammenfluss der Flüsse Ostrach und Iller. Wir stehen an der großen Bade- und Saunanlage „Wonnemar“ am Südrand von Sonthofen und brechen von dort bei herrlichem Sonnenschein zu einer Panoramawanderung oberhalb des Illertals auf.

Nordöstlich von Sonthofen erhebt sich markant der Grünten, ein 1738 Meter ü.N.N. hoher Bergrücken der Allgäuer Alpen. Der von einer weithin sichtbaren Sendeanlage gekrönte Berg trägt aufgrund seiner markanten Lage auch den Beinamen „Wächter des Allgäus“.

Unübersehbar auch die „Burg“ am Südostrand von Sonthofen, eine ehemalige NS-Ordensburg, die heute durch die Bundeswehr als „Generaloberst-Beck-Kaserne“ genutzt wird.  Wir wandern an der Kaserne vorbei und steigen hinauf zum Sonthofener-Beilenberg in Richtung Sonthofen-Hochweiler. Von der malerisch gelegenen Höhensiedlung haben wir einen herrlichen Blick in Richtung Allgäuer Alpen.

Beim Abstieg ins Dorf Hinang machen wir einen kurzen Abstecher zum Hinanger Wasserfall, einen der schönsten Wasserfälle des Allgäus. Auf dem Rückweg Richtung Sonthofen geht es zunächst durch den prächtigen Burgwald mit seinem alten Baumbestand und dann hinab ins Dorf Altstädten, einem Stadtteil von Sonthofen. Nach 13 Km erreichen wir wieder unseren Startpunkt. Ein wirklich schöne und abwechslungsreiche Tour bei perfektem Wetter.

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Kurvenreich nach Oberstdorf

Blick von Rubi hinunter nach Oberstdorf. Links die Skisprungschanzen.

Blick von Rubi hinunter nach Oberstdorf. Links die Skisprungschanzen.

Über die kurvenreichste Bundesstraße Deutschlands sind wir nach Oberstdorf weitergefahren. Die B308 zwischen Bad Hindelang und dem Oberjochpass weist nicht weniger als 107 Kurven auf. Alle zehn Meter scheint eine 180-Grad-Kehre auf uns zuzukommen. Und hinter uns ein Kieslaster, der mit Maximaltempo durch die Serpentinen heizen will. Drängel, drängel, drängel 🙁

In Oberstdorf angekommen, lässt bereits der riesige Wohnmobilstellplatz erahnen, dass wir hier in einem touristischen Hotspot gelandet sind. Im Moment ist aber Zwischensaison und deshalb nicht ganz so viel los: Sommertourismus mit Wandern geht schon nicht mehr richtig, weil die Berge in den Höhenlagen mit Schnee bedeckt sind, Wintertourismus aber auch nicht, weil noch nicht genug Schnee liegt.

Also wandern wir im schneefreien Tal entlang der Iller nach Norden in Richtung Sonthofen. Die Sonne verwöhnt uns, bis am Nachmittag Wolken aufziehen und es zu regnen beginnt. Aber eben kein Schnee, denn dafür ist es zu warm.

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Besuch in Füssen

Das Alte Schloss von Füssen

Das Alte Schloss von Füssen direkt am Lech

Von den Königsschlössern in Schwangau wandern wir am Fuße der Berge weiter nach Füssen. Die Stadt am Lech besitzt eine schöne Altstadt mit Schloss und großer Kirchanlage. Zwei Kilometer vor der Stadt besuchen wir den berühmten Lechfall von Füssen.

Entlang des smaragdgrünen Flusses geht es anschließend bei herrlichem Sonnenschein zunächst zum Forggensee und von dort über Schwangau zurück zum Bannwaldsee. Über die Ebene hinweg genießen wir dabei einen fantastischen Bick auf die Allgäuer Alpen.

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Neuschwanstein und Hohenschwangau – Die Königsschlösser im Allgäu

Schloss Neuschwanstein

Schloss Neuschwanstein

Von unserem Stellplatz am Bannwaldsee wandern wir heute Morgen an der Pöllath entlang zu den beiden Königsschlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau. Die Schlösser liegen bereits in der Sonne, während die Ebene noch in den Nebel des Forggensees und des Bannwaldsees gehüllt ist.

Wahnsinn, was an den Schlössern sogar jetzt in der Nebensaison und früh am Morgen los ist. Ständig kommen neue Busse mit japanischen und chinesischen Touristen an. Blendet man die wenigen Einheimischen aus, man könnte meinen, man halte sich in Asien auf.

Leider sind die Pöllath-Schlucht und die berühmte Marienbrücke über die Schlucht gesperrt, trotzdem können wir einige schöne Blicke erhaschen.

( MITI / )

Am Bannwaldsee

Am Bannwaldsee

Am Bannwaldsee

Hurra, wir sind angekommen! Unsere vermutlich letzte größere Womo-Tour im Jahr 2015 führt uns ins Allgäu. Wir starten im Ostallgäu in der Nähe von Füssen, mit Sicht auf die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau.

Auf dem Womo-Stellplatz am Bannwaldsee sind wir heute die einzigen Gäste. Es ist aber auch ganz schön kalt und diesig. Allerdings ist für die nächsten Tagen schönes Wetter vorhergesagt. Und tatsächlich: Am nächsten Morgen scheint bereits die Sonne. Wunderbar!

( MITI / )