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Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen Mittelrhein

Die Lahn bei Nassau
12. Oktober 2015

Die Lahn bei Nassau

Zehn Tage war ich mit Doxi und dem Wohnmobil im Saarland, der Pfalz und dem Oberen Mittelrheintal unterwegs. Unsere Stationen: Trier, Saarburg, Cloef, Saarlouis, Völklingen, Saarbrücken, Kaiserslautern, Hochspeyer, Lambrecht, Neustadt a.d. Weinstraße, Eltville, Loreley und Nassau.

Wir hatten Glück mit dem Wetter und sind an den verschiedenen Standorten insgesamt mehr als 170 Km gewandert. Als wir starteten, waren die Bäume noch grün, doch während unserer Reise fing es überall an, gelb und rot zu herbsteln.

Hier haben wir haben bei dieser Tour mit dem Wohnmobil gestanden:

OrtBezeichnungAnfahrtPreisSt
Blieskastel
Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinGroßer Asphaltparkplatz am Ortsrand in der Nähe der Blies. Wohnmobile stören dort nicht.
Parkplatz am Ortsrand Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen Mittelrheinkein offizizeller StellplatzBahnhofstraße
66440 Blieskastel
0€
Eltville
Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinAsphaltparkplatz mit ausgewiesenen Womo-Stellplätzen in Wohngebiet mit Straßen drumherum. Nicht schön und zumindest tagsüber auch nicht leise. Aber man ist schnell am Rhein und in die Weinberge ist es auch nicht weit. Wir haben schon schlechter gestanden 🙂
Stellplatz WeinhohleWeinhohle
65343 Eltville
5€
Hochspeyer
Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinAusgewiesene Stellflächen auf kleinem Parkplatz am Schwimmbad mitten im Ort. Sehr guter Ausgangspunkt für Wanderungen im Pfälzer Wald.
Stellplatz am SchwimmbadMühlhofstraße
67691 Hochspeyer
5€Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinStrom verfügbar
Kaiserslautern
Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinMan parkt direkt vor der Therme etwas außerhalb von Kaiserslautern. Für den Besuch der Therme super. 4 km bis zur Innenstadt, fußläufig durch schönes Waldgebiet in 50 Minuten erreichbar. Keine Infrastruktur, dafür kostenlos.
Stellplatz am Monte MareMailänder Straße 6
67657 Kaiserslautern
0€
Lambrecht/Pfalz
Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinSchöner kleiner kostenloser Stellplatz. Sauber und Gepflegt. Enge Zufahrt und kurze Stellflächen. Nicht gut für lange Wohnmobile geeignet. Direkt angrenzender Bouleplatz und Gemeinschaftshaus. Sehr guter Ausgangspunkt für Wanderungen im Pfälzerwald.
Stellplatz am GemeinschaftshausBlainviller Straße 1
67466 Lambrecht/Pfalz
0€Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinStrom verfügbar
Mettlach
Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinAusgewiesene Stellplätze auf dem Parkplatz vor dem Cloef-Informationszentrum. Teilweise Schatten durch Bäume. Man geht zehn Minuten durch den Wald, und dann steht man plötzlich am Aussichtspunkt Cloef mit dem berühmten Blick auf die Saarschleife. Toll!
Stellplatz Cloef-AtriumAlfred-Becker-Straße
66693 Mettlach
5€
Nassau
Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinAsphaltparkplatz am Freibad in der Nähe der Lahn am Rande der Innenstadt. Außerhalb der Freibad-Saison stören Wohnmobile dort nicht.
Parkplatz am Freibad Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen Mittelrheinkein offizizeller StellplatzAuf der Au
56377 Nassau
0€
Neustadt/Weinstraße
Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinGroßer Rasen/Schotterparkplatz im Ortsteil Hambach. Teilweise Schatten durch Bäume. Sehr guter Ausgangspunkt zum Besuch des Hambacher Schlosses. Schöne Umgebung. Bis ins Zentrum von Neustadt sind es 3 km,
Stellplatz am SchwimmbadDammstraße
67433 Neustadt/Weinstraße
0€
Saarbrücken
Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinKleiner Stellplatz auf Erde/Schotter rund zweihundert Meter von der Therme Calypso entfernt. Straße und Bahnlinie deutlich wahrnehmbar. Ganz nah am Deutsch-Französischen Garten und damit an der Grenze zu Frankreich. Ca. 4 km bis zur Innenstadt, teilweise schöner Weg an der Saar entlang. Für Edelcamper ist dieser Platz nicht geeignet. Für uns war es okay.
Stellplatz am Calypso Deutschmühlental 7
66117 Saarbrücken
6€Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinStrom verfügbar
Saarburg
Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinSuper Platz mit allem was man braucht. Große Parzellen und eine perfekt ausgestattete V/E. Direkt an der Saar und am Saarradweg. 1,5 km bis zur total süßen Innenstadt von Saarburg. Ein wunderbarer Ort.
Reisemobilpark Saarburg Am Saarufer 18
54439 Saarburg
9€Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinStrom verfügbar
Saarlouis
Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinEinfacher Parkplatz mit viel Platz für Wohnmobile. Ruhig und nahe am Zentrum. Morgens um kurz nach 8:00 kommt der Brötchenwagen. Der Weg in die Innenstadt führt durch den schönen Saarlouiser Stadtgarten. Für einen Besuch von Saarlouis absolut o.k.
Stellplatz In den Fliesen St.-Nazairer-Allee
66740 Saarlouis
0€
St. Goarshausen
Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinAusgewiesene Womo-Stellplätze oben auf dem Loreley-Plateau nahe der Festivalbühne. Sauber, ruhig und tolle Lage. Keine Infrastruktur. Ideal für Wanderungen.
Stellplatz an der LoreleyAuf der Loreley 7
56346 St. Goarshausen
5€
Trier
Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinSehr großer, gut organisierter asphaltierter Stellplatz an der Mosel. Nicht wirklich hübsch, aber zweckmäßig. Unmittelbar am Moselradweg. In 15 Minuten erreicht man zu Fuß die Innenstadt und die Porta Nigra.
Reisemobilpark TrevirisIn den Moselauen
54295 Trier
12€Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinStrom verfügbar
Völklingen
Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinGroßer Parkplatz unmittelbar an der Völklinger Hütte. Separate Stellflächen für Womos. Nachts kann es laut werden, wenn junge Leute mit ihren PKWs über den Platz rasen und Reifen-quietschend ihre Runde drehen. Das scheint hier Kult zu sein.
Stellplatz an der Völklinger HütteRathausstraße
66333 Völklingen
0€Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinStrom verfügbar
Winkel
Mit Doxi im Saarland, der Pfalz und am Oberen MittelrheinEinfacher Parkplatz mit ausgewiesenen Womo-Stellplätzen, teilweise unter Bäumen. Tolle Lage unmittelbar an den Weinbergen. Hervorragender Ausgangspunkt für Wanderungen.
Stellplatz am SportzentrumKirchstraße 75
65375 Oestrich-Winkel
0€
( MITI )

In Nassau an der Lahn

Brücke über die Lahn mit Blick auf die Innenstadt
Nassau/Lahn, 10.10.2015

Brücke über die Lahn mit Blick auf die Innenstadt

Die letzte Station unserer Reise durch das Saarland, die Pfalz und das Mittelrheintal ist Nassau an der Lahn. Eigentlich wollte ich von der Loreley weiter nach Braubach am Rhein, unterhalb der Marksburg gelegen. Aber der Stellplatz in Braubach war so voll, da habe ich mich einfach ein wenig treiben lassen und bin mit dem Wohnmobil in Nassau auf den Bahamas an der Lahn gelandet.

Die Stadt im Lahntal zwischen Koblenz, Bad Ems und Limburg liegt an der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route, denn die Burg Nassau ist der ursprüngliche Stammsitz der amtierenden Herrscherhäuser von Luxemburg und der Niederlande.

Die Burg oberhalb der Stadt und ihr Bergfried sind öffentlich zugänglich. Vom Turm aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt und auf das Lahntal. Herrlich!

( MITI )

Auf der Loreley

Blick vom Lereleyfelsen in Richtung St Goarshausen
St. Goarshausen, 9.10.2015

Blick vom Loreleyfelsen in Richtung St Goarshausen

Die Loreley ist für mich ein mythischer Ort, seit ich als 15-Jähriger ein Rockkonzert mit BAP als Übertragung von der Loreley-Waldbühne im WDR-Rockpalast erlebt habe.

Es war an einem Samstagabend bei uns zu Hause im Wohnzimmer, meine Eltern schliefen schon, und ich bin zum ersten Mal zu Rockmusik so richtig abgegangen. Ganz genau erinnere ich mich noch an das Gänsehautgefühl von damals und die elektrisierende Vorstellung, dass das Leben für mich jetzt so richtig losgeht.

Kaum dreißig (!) Jahre später bin ich zum ersten Mal an diesem magischen Ort. Wolfgang Niedecken ist mittlerweile 60 und auch ich gehe auf die 50 zu. Aber egal.

Mit dem Wohnmobil stehen wir auf dem Parkplatz des Infozentrums am Loreleyfelsen 125 Meter über St. Goarshausen. Mit Doxi unternehme ich eine schöne 10 Km-Wanderung, die uns rund um das Felsplateau, den angrenzenden Wald und auch hinunter zum Rhein nach St. Goarshausen führt. Endlich geschafft!

( MITI )

Rund um Schloss Vollrads

Eingang zum Weingut Schloss Vollrads
Oestrich-Winkel, 9.10.2015

Eingang zum Weingut Schloss Vollrads

Weiter geht es am rechten Rheinufer auf der Bundesstraße 42 Richtung Norden. Wir machen in Oestrich-Winkel Halt und wandern vom Ortsrand aus durch die Weinberge hinauf zum Schloss Vollrads, das auf 160 Meter Höhe liegt.

Das hübsche Schloss mit Wohnturm, Wassergraben, Herrenhaus, Schlossgarten und Wirtschaftsgebäuden gehört seit 1997 der Sparkasse Nassau, nachdem sich der hoch verschuldete Besitzer das Leben genommen hat. Eine wirklich wunderschöne Anlage, die heute als Weingut fungiert und auf der gerade Wein abgefüllt wird, als wir dort vorbeischauen.

Wir wandern weiter durch die Weinberge zum Schloss Johannisberg und entlang des Waldrandes zurück zur unserem Startpunkt. Auch wenn das Wetter an diesem Morgen zu wünschen übriglässt, erleben wir landschaftlich eine sehr schöne Tour.

( MITI )

In Eltville am Rhein

Eltville am Rhein
Eltville, 8.10.2015

Eltville am Rhein

Nach unserer Tour durch das Saarland und die Pfalz bewegen wir uns langsam wieder Richtung Heimat. Heute haben wir zunächst nördlich von Wiesbaden, in Eltville auf der östlichen Rheinseite, Station gemacht.

Das hübsche Eltville ist nicht nur die größte Stadt im Hessischen Rheingau, sondern auch die Stadt mit den meisten Städtetiteln in Deutschland: Weinstadt, Sektstadt, Rosenstadt und Gutenbergstadt, das ist wirklich unübertroffen.

Tatsächlich gibt es hier nicht nur jede Menge Rosen, sondern auch viele historische Sekt- und Weinbaubetriebe, darunter auch den bekannten Hersteller der Marke „MM“-Sekt. War wünschen Prosit.

( MITI )

Hinauf zum Kloster Eberbach

Luftbild des Klosters Eberbach, im frühen Mittealter eines der größten und reichsten im deutschsprachigen Raum
Eltivllle, 8. Oktober 2015

Luftbild des Klosters Eberbach, im frühen Mittealter eines der größten und reichsten im deutschsprachigen Raum

Ich wollte ins Kloster und kam in die Klapse! Und alles nur, weil ich bei der Zieleingabe auf meinem Navi um eine Daumenbreite zu weit östlich gelandet bin. Aber das wusste ich in diesem Moment natürlich noch nicht.

Also bin ich mit Doxi, brav dem Navi folgend, zunächst von Eltville am Rhein entlang nach Erbach gewandert. Von dort ging es dem Rheinsteig folgend durch Weinberge hinauf nach Kiedrich und von dort durch die Ausläufer des Taunus zum Kloster Eberbach. Dachte ich jedenfalls.

Als wir aus dem Wald traten und auf die Rückseite des vermeintlichen Klosters zu liefen, wunderte ich mich schon: Die Gebäude ganz modern und Sportanlagen, die nach allen Seiten – auch nach oben – von Gittern eingefasst waren. Das sah so gar nicht nach einem mittelalterlichen Zisterzienserkloster aus. Auf der Vorderseite der Anlage dann die Auflösung: Ich war in der forensischen Psychiatrie Eltville gelandet, rund anderthalb Kilometer von meinem eigentlichen Ziel entfernt. Upps 🙂

( MITI )

In Neustadt an der Weinstraße

Am Martplatz in der Altstadt von Neustadt a.d.W., direkt neben der Kirche
Neustadt/Weinstraße, 7.10.2015

Das Scheffelhaus am Martplatz in der Altstadt von Neustadt a.d.W., direkt neben der Kirche

Wir stehen mit dem Wohnmobil in Hambach, einem Ortsteil von Neustadt an Weinstraße. Bis zum Stadtzentrum mit der Altstadt sind es rund 5 Kilomer, und mein Pedelec hat mich hingebracht 🙂 Nett ist es hier.

( MITI )

Rund um das Hambacher Schloss

Das Hambacher Schloss, auch Maxburg genannt
Hambach, 7. Oktober 2015

Das Hambacher Schloss, auch Maxburg genannt, aus der Seitenansicht

Aus der Ferne, von der Autobahn aus, habe ich das imposante Bauwerk schon oft gesehen, nun war ich endlich mal vor Ort: Das Hambacher Schloss gilt wegen des Hambacher Festes von 1832 als Symbol der deutschen Demokratiebewegung.

Unten das schnuckelige Winzerdorf Hambach, Ortsteil des rheinland-pfälzischen Neustadt an der Weinstraße, oben am letzten Gebirgszug des Pfälzer Waldes, bevor die Landschaft in die Oberrheinische Tiefebene übergeht, das Schloss. Von dort hat man einen wunderbaren Blick über die Ebene bis zum Odenwald, der sich auf der anderen Rheinseite erhebt.

Wir stehen auf dem kostenlosen Womo-Stellplatz am Freibad der Gemeinde Hambach. Von dort bin ich mit Doxi erst zum Schloss hinauf gewandert und von dort weiter durch die Ausläufer des Pfälzer Waldes zur Spitze des Nollenkopfes auf 490 Meter Höhe. Durch die Nähe zum Hambacher Schloss war hier schon deutlich mehr los als tief im Pfälzer Wald. Besonders beliebt: Der Pfälzer Weinsteig, dem auch wir ein Stück weit gefolgt sind.

( MITI )

Auf den Höhen des Pfälzer Waldes

Blick vom Teufelfels hinunter nach Lambrecht
Lambrecht, 6.10.2015

Blick vom Teufelsfels hinunter nach Lambrecht

Wir sind nach Lambrecht weitergefahren und damit noch etwas tiefer in den Pfälzer Wald vorgestoßen. Die Unterschiede zwischen Tal- und Höhenlagen sind hier noch ausgeprägter also zuvor in Hochspeyer.

Vom Talkessel aus bin ich am Morgen mit Doxi hinauf zum Teufelsfels auf der Nordseite von Lambrecht gewandert. Von dort hat man einen wunderbaren Blick hinunter auf Lambrecht im Tal.

Anschließend ging es noch etwas weiter bergaufwärts, bis auf die Spitze des Hermannkopfes in 530 Metern Höhe. Dort sind mir die ersten Bäume im bunten Kleid des Herbstes begegnet, aber viele waren es noch nicht. Zurück führte uns dann der schöne Lambertusweg zurück ins Tal.

Am Abend dann eine Wanderung auf der gegenüberliegenden Südseite von Lambrecht hinauf über den „Pfad der Tugend“ zum Stenzelberg und von dort in das hochgelegene Nonnenbachtal. Auf dem Rückweg mussten wir uns ganz schön beeilen, um nicht vollends in der Dunkelheit zu versinken, denn die Wege waren nicht einfach zu gehen. Hat gerade noch so geklappt 🙂

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Wald, Wald, Wald

Viel Holzwirtschaft gibt es im Pfälzer Wald
Hochspeyer, 5.10.2015

Viel Holzwirtschaft gibt es im Pfälzer Wald

Von Kaiserslautern, am Rand des Pfälzer Waldes, sind wir 15 Kilometer weiter südöstlich nach Hochspeyer gefahren, einem kleinen Ort mitten im Pfälzer Wald.

Egal, in welche Richtung wir laufen, hier ist überall Wald – das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Einfach herrlich.

Bei einer ausgedehnten Wanderung fallen uns die Unterschiede zu unserem Heimatrevier, der Eifel, auf: Man kann hier stundenlang unterwegs sein, ohne Straßen zu kreuzen oder Menschen zu begegnen.

Außerdem riecht der Wald ganz anders, viel erdiger. Und es gibt viel weniger Bäche und Flüsse, weil der Untergrund hier nicht aus undurchlässigem Schiefer beschaffen ist, wie in der Eifel, sondern aus Buntsandstein, der das Oberflächenwasser regelrecht aufsaugt. Ein toller Wald.

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Auf in die Pfalz – auf nach Kaiserslautern

Der Kaiserbrunnen in der Innenstadt spiegelt die Geschichte und den Charakter von Kaiserslautern wider.
Kaiserslautern, 4.10.2015

Der Kaiserbrunnen in der Innenstadt spiegelt die Geschichte und den Charakter von Kaiserslautern wider.

Wir sind aus dem Saarland in die Pfalz übergesetzt. Unsere erste Station ist Kaiserlautern. Wir stehen auf dem Parkplatz des Sauna- und Erlebnisbads Monte Mare, rund 4 Km von der Innenstadt entfernt.

Das erste, was uns auffällt, ist der Fluglärm der vierstrahligen US-Airforce-Frachtmaschinen, die im Endanflug auf den Militärflughafen Landstuhl in wenigen hundert Metern Höhe alle paar Minuten über uns hinwegdonnern. Wahnsinn, wie laut das ist. Und so geht das hier seit sechzig Jahren!

Viel Schönes gibt es in der Innenstadt von Kaiserslautern nicht zu entdecken. Hier und da ein nettes Eckchen und ein wenig Kunst, aber insgesamt wird Kaiserlautern wohl nicht unser Favorit unter den deutschen Großstädten werden. Trotzdem: Gut, einmal da dagewesen zu sein.

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Barockes Blieskastel

Das sogenannte "Schlösschen" gegenüber der Orangerie
Blieskastel, 4.10.2015

Das sogenannte „Schlösschen“ gegenüber der Orangerie

Unsere letzte Station im Saarland: Blieskastel am Fluss Blies, Zentrum des Biosphärenreservats Bliesgau, 25 km östlich von Saarbrücken und 15 km südwestlich von Homburg gelegen.

Der historische Stadtkern mit dem Blieskasteler Rathaus ist geprägt durch das Zeitalter des Barock, aus dem auch die Hofratshäuser am Schlossberg stammen. Von diesen Hofratshäusern ist insbesondere das sogenannte „Schlösschen“ von 1776/77 sehenswert, das gegenüber der alten Orangerie liegt. Diese stellt den verbliebenen Rest des ehemaligen Schlosses Blieskastel dar, das im Verlauf der Französischen Revolution zum größten Teil zerstört wurde.

Weiter nördlich auf dem „Han“ steht das von den Franziskaner-Minoriten betreute Wallfahrtskloster Blieskastel mit der Heilig-Kreuz-Kapelle, das ein Etappenziel auf dem Jakobsweg darstellt.

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In der Hauptstadt des Saarlandes

Blick auf die Saar
Saarbrücken, 3.10.2015

Blick auf die Saar

Saarbrücken, ich hatte ja gedacht, die Stadt verdanke ihren Namen den Brücken über die Saar. Doch es ist alles ganz anders, wie ich jetzt beim Besuch in der Hauptstadt des kleinsten Bundeslandes erfahren habe.

Denn der ursprüngliche Name lautet Sarabriga und ist keltischen Ursprungs. Er bedeutet so viel wie „Flussfels“ oder „Stromfels“ und verweist auf die erste Burganlage, die auf einem Felsen an der Saar errichtet wurde. Im Laufe der Zeit wurde aus Sarabriga dann Saarbrücken.

Ich habe mit Doxi einen interessanten Tag in der Stadt verbracht. Wir sind viel rumgelaufen und haben uns eine Menge Bauten und Sehenswürdigkeiten angeschaut. Vom alten Schloss bis zum Deutsch-Französischen-Park.

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Beeindruckende Architekturfotos

Die Saarterrassen
Saarbrücken, 3. Oktober 2015

Die Saarterrassen

Wahnsinn, wie man nüchterne Architekturfotos mit Photoshop aufpeppen kann. Hier einige Saarbrücker-Stadtmotive, fotografiert und bearbeitet von Wolfgang Staudt. Ich bin schwer beeindruckt.

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Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Blick auf die Hochöfen von der Aussichtsplattform
Völklingen, 2.10.2015

Blick auf einen der Hochöfen von der Aussichtsplattform

Auf diesen Besuch hatte ich mich lange schon gefreut: Die Völklinger Hütte, 1873 gegründet, 1986 stillgelegt und 1994 von der UNESCO in den Rang eines Weltkulturerbes der Menschheit erhoben, ist ein beeindruckendes Zeugnis für mehr als 100 Jahre Industriegeschichte.

Fast vier Stunden war ich auf dem Gelände unterwegs, von den unterirdischen Lagerhallen bis hinauf zu den Aussichtsplattformen in 45 Metern Höhe. Über rund 7 Kilometer erstreckt sich der Rundweg durch das Gelände: Von der Sinteranlage, über die Erzhalle, die Möllerhalle, die Hochöfen, die Koksöfen, die Schrägaufzüge für den Kohletransport in die Hochöfen, bis zur Gebläsehalle. Alles hier ist gigantisch.

Aber nicht nur die schiere Größe der Anlage und der morbide Charme des Vergänglichen fasziniert – es ist auch die Vielzahl der Maschinen und Anlagen und das Wissen, dass hier in der Hochzeit Mitte der Sechziger Jahren 17.000 Menschen gearbeitet haben. Wirklich beeindruckend.

( MITI )