Wanderbelohnung Erbsensuppe

Jetzt gibt’s Erbsensuppe

Wir stehen noch immer mit dem Wohnmobil auf dem Womo-Stellplatz am Kurpark in Gemünd. Am Morgen kommen Freunde aus Köln zu Besuch, um gemeinsam mit uns zu wandern.

Zusammen mit den Hunden Chili, Doxi und Ruby machen wir uns auf den neun Kilometer langen Weg durch den Kermeter zur Abtei Mariawald. Die dortige Kloster-Gastronomie ist für ihre deftige Erbsensuppe bekannt. Für viele Menschen aus der Region ist die Suppe Kult.

Entsprechend voll ist es an diesem Sonntagmittag im Schankraum, und wir reihen uns gerne ein, bis es auch für uns an der Theke heißt: „Mit Würstchen oder ohne?“ Nach dieser kräftigen Stärkung geht es auf den acht Kilometer langen Rückweg, so dass am Ende 17 Wanderkilometer zusammen kommen.

Eigentlich wollte ich unseren Freunden auf dem Weg zur Abtei den tollen Aussichtsturm bei Wolfgarten zeigen. Von dem ehemaligen Feuerwachturm hat man einen herrlichen Fernblick über die Voreifel bis zur Ville und nach Köln. Doch anstelle des Turms treffen wir nur auf einen ausfahrbaren Mobilfunkmast, der auf einem LKW montiert ist. Der hölzerne Aussichtsturm ist im vergangenen Sommer abgebrannt, wie ich aus dem Internet erfahre. Die Feuerwehr vermutet Brandstiftung. Ob es einigen Einheimischen nicht gefallen hat, dass man vom Turm so schön in ihre Gärten blicken konnte? Man weiß es nicht.

Immerhin: Während sich der Himmel auf dem Hinweg noch wolkenverhangen zeigt, wandern wir auf dem Rückweg durch den sonnendurchfluteten Wald. Am Ende sind wir alle ein wenig k.o.., aber die Hunde haben fein durchgehalten, und dafür gibt es zur Belohnung noch einmal eine flüssige Stärkung aus der kristallklaren Urft.

( MITI / )